Architektur für Kinder
Die intensive und fachlich qualifizierte Auseinandersetzung mit der Architektur gehört zur Allgemeinbildung. Denn sie fördert ein bewusstes Verhältnis des Menschen zu sich selbst und zu seiner Umwelt, zu seiner Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit. Die Beschäftigung mit Architektur wirkt sich nicht nur auf das Wissen und Können junger Menschen positiv aus, auf den Erwerb kreativer bzw. künstlerischer Fähigkeiten oder das Denken in komplexen Zusammenhängen. Sie trägt zudem in hohem Maß zur Persönlichkeitsentwicklung bei, indem sie Selbstbewusstsein und Motivation, die Offenheit für Neues und Ungewohntes, die Fähigkeit zur Wahrnehmung und zum Erleben mit allen Sinnen ebenso fördert wie die Verantwortung gegenüber der geplanten Umwelt. In Schweden sagt man: Jeder Schüler hat drei Lehrer. Der erste sind die anderen Kinder. Der zweite ist der Lehrer. Und der dritte ist der Raum. Tatsächlich prägt Kinder wenig so sehr wie ihre Schulen: In einer Umfrage von 12 Pädagogen eines Ludwigshafener Gymnasiums nach der Traumschule wünschten sich die über 700 teilnehmenden Schüler an erster Stelle offenen Unterricht ohne frontale Belehrung. An zweiter Stelle jedoch gleich schönere Gebäude und lernfreundlichere Klassenzimmer. Die Bayerische Architektenkammer organisiert und finanziert daher seit Jahren unterschiedliche Projekte, damit Architektur in der Schule Schule macht.
