Innenarchitektur

Innenarchitektur

Das Berufsbild des Innenarchitekten, wie es sich heute darstellt, hat sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Die Gestaltung von Innenräumen war bis dahin vor allem eine Aufgabe der Künstler, Baumeister und Kunsthandwerker und somit wenigen Privilegierten vorbehalten. Der zunehmende Wohlstand des Bürgertums führte jedoch zu höheren ästhetischen Ansprüchen an die Gestaltung des eigenen Wohnumfeldes.

Ein Berufsbild im Spannungsfeld der Stile. Um die Jahrhundertwende gipfelte diese Entwicklung im Jugendstil. Mit ihm entstand eine Bewegung, die alle Bereiche des Lebens als Gesamtkunstwerk einschloss. Als Reaktion auf seine teilweise verspielten, ornamentreichen Dekore entwickelten sich in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts jedoch die ersten Gegenbewegungen, die sich für mehr Sachlichkeit und Strenge einsetzten: Der Deutsche Werkbund und das Bauhaus. Ab 1920 nimmt der Innenarchitekt zunehmend seine aktuellen Aufgaben wahr, seine Tätigkeiten konzentrieren sich aber noch hauptsächlich auf die Oberflächengestaltung (z. B. Fußböden, Tapeten) und die Gestaltung von Möbeln.

Erst nach dem Krieg prägt sich das Berufsbild in seiner heutigen Vielseitigkeit aus. Der Hintergrund hierfür ist die Tradition des modernen, rationalen Bauens, die sich vor allem in den USA nach 1945 ausbildet. Mit ihr entwickelt sich ein völlig neues Bewusstsein für die Verknüpfung von Innen und Außen. Das Ergebnis war und ist eine enorme Popularitätssteigerung des Berufs des Innenarchitekten.

Verzeichnis der bayerischen Innenarchitekten

Die Berufsbezeichnung „Innenarchitekt“ darf nur tragen, wer bei der Bayerischen Architektenkammer oder einer anderen Landesarchitektenkammer Mitglied ist. Ein Verzeichnis der bayerischen Innenarchitekten finden Sie in der Architektenliste der Bayerischen Architektenkammer.

Informationsmaterial

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