Klimaschutzoffensive-Modellvorhaben

Bayerns Bauministerium fördert klimagerechten Städtebau

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr vom 22.06.2020


  • Erarbeitung von Konzepten und Umsetzungsstrategien für klimastabile, flächenschonende Planungen
  • Corona-Krise unterstreicht Bedeutung von qualitätsvollen und wohnungsnahen Freiflächen und Stadträumen
  • Förderung mit Planungszuschüssen des Freistaates

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer setzt ein weiteres Zeichen im Rahmen der Bayerischen Klimaschutzoffensive: „Ich will unsere Städte und Gemeinden bei ihren Bemühungen unterstützen, sich umfassend vor Ort mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinanderzusetzen. Impulse soll das neue Modellvorhaben „Klimagerechter Städtebau“ geben.“

 „Jeder von uns kann die Klimaveränderungen spüren.“ sagt Schreyer. Extremwetterereignisse, wie Hitzewellen, Dürren, Hochwasser und Stark-regen bewirken zunehmenden Stress für Mensch und Natur und verursachen große wirtschaftliche Schäden. „Die Gesundheit der Menschen liegt mir sehr am Herzen. Gerade beim Bauen steht der Mensch im Mittelpunkt. Deshalb ist es ein besonderes Anliegen meines Hauses, die Rahmenbedingungen für ein gesundheitsförderndes Lebensumfeld zu schaffen.“ so Schreyer weiter. „Ich weiß, dass bereits viele Städte und Gemeinden wertvolle Beiträge zum Klimaschutz leisten. Mit unserem neuen Modellvorhaben wollen wir noch mehr Kommunen erreichen und zeigen, dass sie schon auf städtebaulicher Ebene Grundlegendes beitragen können.“

Zur Minimierung der klimabedingten Risiken und Schäden müssen im Rahmen der Stadt- und Ortsentwicklung örtliche Naturräume gesichert und ausgebaut sowie klimaangepasste städtebauliche Strukturen geschaffen werden. „Gerade auch in der Corona-Krise zeigt sich, wie bedeutend qualitätsvolle wohnungsnahe Freiflächen und Stadträume sind.“ betont die Ministerin. Innerörtliche Grün- und Freiflächen sowie der Verbund mit übergeordneten Natur- und Landschaftsräumen dienen den Erfordernissen des Klimaschutzes zum Beispiel als wertvolle Retentions- oder Speicherflächen. Der Erhalt und die Weiterentwicklung dieser Flächen leisten auch einen wesentlichen Beitrag zum Flächensparen, zur Artenvielfalt sowie zur Freizeit- und Erholungsfunktion der Bürgerinnen und Bürger.Ziel des Modellvorhabens ist es, mit Hilfe von Stadtklimakonzepten die städtebaulichen Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel im Gemeindegebiet darzustellen. Das Konzept soll die Kommunen unterstützen, die Auswirkungen von geplanten, zukünftigen Maßnahmen auf das Stadtklima beurteilen zu können. Es kann als Grundlage zur Umsetzung von konkreten Projekten dienen und damit zur qualitativen Sicherung der Lebensräume beitragen. „Mit dem Modellvorhaben erhoffen wir uns auch beispielhafte Vorgehensweisen im Bereich digitaler Anwendungen und Bürgerbeteiligung.“ ergänzt Schreyer.Bayerische Städte und Gemeinde sowie Verwaltungsgemeinschaften, Zweckverbände und Interkommunale Zusammenschlüsse können sich mit ihren Projektvorschlägen für das Modellvorhaben bewerben. Die Anträge sind in digitaler Form per E-Mail bis zum 31. Juli 2020 an das Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Referat 26 „Städtebau“ zu richten.

Den Projektaufruf mit näheren Informationen zum Verfahren finden Sie hier.