Masse statt Klasse

Planerverbände fordern weitere Anstrengungen beim Wohnungsbau

Anlässlich des heutigen Bilanzkongresses zur Wohnraumoffensive haben die Bundesarchitektenkammer (BAK), die Bundesingenieurkammer (BIngK) der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA und die Deutsche Energie-Agentur (dena) das gemeinsame Positionspapier „Quantität nie ohne Qualität – gebaute Umwelt zukunftsgerecht gestalten“ erstellt. Es beschreibt die zentralen Anforderungen, um bezahlbaren Wohnraum bedarfsgerecht, nachhaltig und schnell zu schaffen.

Nach dem Wohngipfel am 21. September 2018 hat die Bundesregierung ein umfangreiches Maßnahmenpaket für mehr bezahlbaren Wohnraum geschnürt mit dem Ziel, bis zum Jahr 2021 1,5 Millionen neue Wohnungen zu schaffen. Hierzu wird heute eine erste Bilanz gezogen. Nach Auffassung von BAK, BDA, BIngK und dena sind die bisherigen Aktivitäten der Bundesregierung, z. B. mit der Baulandkommission, eine geeignete Grundlage für die Schaffung eines adäquaten Angebots an bezahlbarem Wohnraum. Zugleich bedarf es dringend weiterer staatlicher Maßnahmen und Investitionen. Passende Förderinstrumente und steuerliche Anreize, insbesondere mehr Flexibilität auf der planungs- und bauordnungsrechtlichen Ebene können die benötigten Potenziale für mehr bezahlbaren Wohnraum, aber auch für Baukultur und Nachhaltigkeit aktivieren.

 Das gemeinsame Positionspapier formuliert hierzu vier Prämissen:

  • Qualität des Wohnens schafft Baukultur
  • Potenziale im Bestand nutzen: Klima schützen und Ressourcen schonen
  • Integrierte Entwicklungskonzepte und soziale Bodenpolitik sind Grundlage bezahlbaren Wohnungsbaus
  • Qualifizierung sicherstellen und Nachwuchs fördern

 und benennt konkrete Maßnahmen.

(Pressemitteilung der Bundesarchitektenkammer vom 23. Februar 2021)