Was haben wir zu verlieren?

Ausstrahlung am 9.12.2017, 22.30 Uhr, auf ARD-alpha

Foto: Alexandra Seemüller

Die Aufzeichnung des zweiten Themenabends unserer Forumsveranstaltung vom 23. Oktober 2017 ist am 9. Dezember 2017 um 22.30 Uhr in der Fernsehreihe "Denkzeit" zu sehen

Vieles läuft derzeit im Krisenmodus – der Ton in der Öffentlichkeit verschärft sich, autoritäre Politikkonzepte breiten sich aus, professionelle Expertise gerät unter Druck, die Presse steht unter generellem Lügenverdacht, Wissenschaft wird die Kompetenz abgesprochen, und das europäische Projekt hat seine utopischen Energien verloren. In dieser Situation wird vielen Beobachtern immer deutlicher, dass wir viel zu verlieren haben. Vielleicht kann die derzeitige Krisenwahrnehmung aber dazu beitragen, den Zivilisationsgewinn der westlichen Lebensform neu schätzen zu lernen. Wann, wenn nicht jetzt, lässt sich über die Demokratie diskutieren? Wann, wenn nicht jetzt, lässt sich die Gewaltenteilung und die Kontrolle der Macht preisen? Wann, wenn nicht jetzt, fällt uns auf, dass die komplexen Arrangements unserer politischen, ökonomischen und kulturellen Routinen durchaus einen Sinn haben? All das wollen wir in dieser Veranstaltungsreihe diskutieren – auch um den Blick zu schärfen, dass wir tatsächlich etwas zu verlieren haben.
Prof. Dr. Armin Nassehi


Begrüßung

  • Prof. Lydia Haack, Architektin, Stadtplanerin, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Architektenkammer

Podiumsgäste

  • Prof. Markus Allmann, Architekt, Allmann Sattler Wappner Architekten, München
  • Gert Heidenreich, Schriftsteller, München
  • Dr. Andreas Zielcke, Rechtsanwalt und Autor, Süddeutsche Zeitung, München

Moderation

  • Prof. Dr. Armin Nassehi, Institut für Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München