Gesetze und Verordnungen

Windkraftanlage Präbichl, Steiermark

Foto: Michael Brezocnik (CC BY-SA3.0 AT)

EnEV 2013 / Verschärfungen 2016

Am 11. Oktober 2013 stimmte der Bundesrat der EnEV 2013 zu. Im Mai 2014 ist die novellierte EnEV 2013 nach der Verkündigung im Bundesgesetzblatt in Kraft getreten. Eine weitere Verschärfung der Vorschriften ist ab 01.01.2016 gültig. Diese ist im Gesetztestext der EnEV 2013 festgeschrieben.

EnEV 2009

Zum 01. Oktober 2009 trat die EnEV 2009 in Kraft. Sie greift bei allen Bauvorhaben, für die nach dem 30. September 2009 der Bauantrag gestellt wird oder die Kenntnisgabeunterlagen eingereicht werden. Dies gilt ebenfalls für alle nach diesem Zeitpunkt begonnenen verfahrensfreien Baumaßnahmen.

AVEn

Verordnung zur Regelung der Zuständigkeiten und zur Durchführung der Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Zuständigkeits- und Durchführungsverordnung EnEV – AVEn) 22. Januar 2002; Stand 12.02.2008

Weitere Informationen

Verordnung zur Ausführung energiewirtschaftlicher Vorschriften (AVEn)

EEG – Erneuerbare Energien Gesetz

Gesetz mit dem Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion schrittweise bis 2050 auf mindestens 80% zu erhöhen. Inhalte sind u.a. die attraktivere Gestaltung des Repowering, die Verbesserung der Bedingungen für die Offshore-Windkraft und eine Verbesserung der Netzintegration von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien mitsamt der Regelung des Einspeisemanagements.

EnEG – Energieeinspargesetz

Gesetz zur wirtschaftlichen Reduzierung des Energiebedarfs in Gebäuden. Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung (Energieeinsparverordnung) mit Zustimmung des Bundesrates Anforderungen an den Wärmeschutz von Gebäuden und ihren Bauteilen festzusetzen.

 

Weitere Informationen

Informationen vom BBSR zum EnEG (Bundesinstitut für Bau- Stadt- und Raumforschung)

EEWärmeG – Erneuerbare Energien Wärmegesetz

Eigentümer von Gebäuden, die neu gebaut werden, müssen seit dem 1. Januar 2009 erneuerbare Energien für ihre Wärmeversorgung nutzen. Genutzt werden können alle Formen von erneuerbaren Energien, auch in Kombination. Dazu zählen solare Strahlungsenergie, Geothermie, Umweltwärme und Biomasse. Alternativ können Eigentümer ihr Haus stärker dämmen, Abwärme nutzen, Wärme aus Fernwärmenetzen beziehen oder Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung einsetzen.

 

Weitere Informationen:

EEWärmeG (geänderte Fassung vom 21. Juli 2014)
Infomation zum EEWärmeG (BMWi)

 

EDL-G – Energieaudits

Die Länder der europäische Union haben in der Energieeffizienzrichtlinie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz festgeschrieben. In Deutschland wurde die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht u.a. erreicht durch eine Anpassung des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G.)

Gemäß Artikel 8 EDL-G muss nun sichergestellt werden, dass Unternehmen, die kein kleines und mittleres Unternehmen (Nicht-KMU) sind, ein Energieaudit nach DIN EN 16247 bis zum 5. Dezember 2015 durchführen. Anschließend muss das Energieaudit alle vier Jahre erneuert werden. Bei Nicht-Durchführung gemäß EDL-G können Bußgeldzahlungen von den Unternehmen verlangt werden. Neben allen produktionstechnischen Abläufen kommen der Energieeffizienz-Bewertung der vorhandenen Bausubstanz und der Qualität der Gebäudehülle besondere Bedeutung zu – ein klassisches Aufgabenfeld für Architekten. Zur Durchführung von Energieaudits sind Personen berechtigt, welche die Anforderungen des § 8b EDL-G, gemäß ihrer Ausbildung oder beruflichen Qualifizierung, praktischen Erfahrung und erforderlichen Fachkunde erfüllen. Architekten und Ingenieure, die im Bereich der Energieberatung Leistungen anbieten, sind für die Durchführung der Audits prädistiniert und können sich beim BAFA in einem gesonderten Verzeichnis listen lassen.

Nähere Informationen zu Energieaudits, die Möglichkeit zur Listung in der Energieauditorenliste der bafa, sowie ein hilfreiches »Merkblatt für Energieaudits« finden Sie unter www.bafa.de.