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Seniorenzentrum u. bezahlbares Wohnen für Senioren
Garmisch-Partenkirchen
Neues Ensemble für das Leben im Alter;
Foto:
Sebastian Schels
Helles und kommunikatives Treppenhaus;
Foto:
Sebastian Schels
In den denkmalgeschützten Bestand wurde rückwärtig ein rollstuhlgerechter Aufzug eingebaut.;
Foto:
H2M Architekten
Der denkmalgeschützte Bestand wurde umsichtig barrierefrei umgebaut.;
Foto:
Sebastian Schels
Grüner Innenhof als Treffpunkt;
Foto:
Sebastian Schels
Denkmalgerechte Sanierung des Bestands;
Foto:
Sebastian Schels
Lageplan;
Foto:
H2M Architekten
Grundriss 1. OG;
Foto:
H2M Architekten
BEISPIELHAFT
Seniorenzentrum u. bezahlbares Wohnen für Senioren
Auf dem Grundstück des ehem. Finanzamts mitten in Garmisch-Partenkirchen wurden ein Servicezentrum für Senioren und eine Seniorenwohnanlage mit 24 EFO geförderten Wohnungen entwickelt. Leitbild des Entwurfs ist die präzise Setzung eines zweiten Solitärs als Pendant und schlüssige Ergänzung zum historischen Bestand. Der Neubau fügt sich als polygonaler Baukörper in die Geometrie des engen Grundstücks ein und zoniert die Freibereiche. Von jeder Wohnung ist ein Ausblick auf die umliegende Berglandschaft möglich. Im Erdgeschoss befinden sich ein Wohncafé und ein Seniorentreff als Orte der Begegnung. Durch einen eingeschossigen Verbindungsbau entsteht ein halböffentlicher, intimer Innenhof, der zum Verweilen und zur Begegnung einlädt. Das neoklassizistische, ortsbildprägende Alte Finanzamt wurde gemäß EnEV denkmalumsichtig energetisch saniert, bedarfsgerecht barrierefrei umgebaut und technisch modernisiert. Als überregionales Servicezentrum bietet es Beratungsangebote zu Fragen des Alters.
Welchen besonderen Beitrag liefert das Projekt zur Barrierefreiheit
Neubau: DIN 18040-1/2 vollumfänglich; Denkmal: Einbau eines rollstuhlgerechten Aufzugs und umfangreiche Umbaumaßnahmen zur Einhaltung der DIN 18040-1; Freianlagen: DIN 18040-3 vollumfänglich
Angaben Öffentlich zugängliche Gebäude (DIN 18040-1)
Gebäudetypologie
Seniorenwohnen mit sozialen Einrichtungen u. Beratungsstellen
Konzeption
Gesamtkonzept zur Barrierefreiheit
Ja
Erschließung
Treppen (notwendige und nicht notwendige) nach Abschnitt 4.3.6 Treppen DIN 18040
Ja
Umsetzung der erforderlichen barrierefreien Stellplätze bezogen auf Lage, Auffindbarkeit und Integration im Haupterschliessungssystem
Ja
Angaben Wohngebäude (DIN 18040-2)
Gebäudetypologie
Geschosswohnungsbau
Wohnformen
- Besondere Wohnformen
- Bezahlbares, altersgerechtes Wohnen mit integrierten sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen
- In Verbindung mit Wohnen integrierte Pflegeeinrichtungen Art der Einrichtung
- Integriert sind Seniorentreff, Pflegestützpunkt, Demenz- und Wohnberatung. In einer Musterwohnung können Hilfsmittel und AAL-Lösungen erprobt werden.
Flächen
Anzahl der Wohneinheiten gesamt
24
Wohnfläche / WoFlV gesamt
1.137 m²
Brutto-Grundfläche / DIN 277 gesamt
1.542 m²
Besonders berücksichtigte Zielgruppen
Seniorinnen und Senioren
Standard, der dem Projekt bzw. den barrierefrien Teilen zugrunde liegt
Standard nach BayBO bzw. in Teilen darüber hinaus
(insb. Art. 48 BayBO und der gem. Anlage A4.2/3Bay/BayTB in Teilen eingeführten DIN 18040-2)
Anzahl der Wohneinheiten:
(insb. Art. 48 BayBO und der gem. Anlage A4.2/3Bay/BayTB in Teilen eingeführten DIN 18040-2)
Anzahl der Wohneinheiten:
24
Umfängliche Berücksichtigung der DIN 18040-2
-
„Basisstandard“ DIN 18040-2 „barrierefrei nutzbar“
Anzahl der Wohnungen/Wohneinheiten21
-
„R-Standard“ DIN 18040-2 „barrierefrei und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar“
Anzahl der Wohnungen/Wohneinheiten3
Konzeption und Maßnahmen
Städtebauliche Einbindung
Zentrale Lage im Ort - beste Erreichbarkeit und kurze Wege, "Rollator-Radius" zu Einkaufs- und Kulturzentren, Arztpraxen, Fußgängerzone, Kurpark und ÖPNV-Anbindung
Betriebliche Aspekte
Altersgerechtes Wohnen, soziale Einrichtungen (Wohncafé/Seniorentreff), das Quartiersmanagement und ein breites Beratungsangebot (Wohnberatung, Caritas, Malteser usw. ) sind an einem Ort gebündelt.
Weitere Maßnahmen, die die Barrierefreiheit des Projekts auszeichnen
Die barrierefreien bzw. rollstuhlgerechten Wohnungen überzeugen durch klare Grundrisse. Fensterbrüstungen sind auf 65 cm abgesenkt, um den Ausblick auch im Sitzen bzw. aus dem Bett zu ermöglichen.
Erschließung
Treppen (notwendige und nicht notwendige) nach Abschnitt 4.3.6 Treppen DIN 18040
Ja
Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen mit Sinnesbehinderungen bei der Klingel-/Kommunikationsanlage und ihrer Erreichbarkeit
Bedienbarkeit der Klingel- /Kommunikationsanlage über individuelle Mobilgeräte möglich
Schwellen
Schwellenlose (0cm) Zugänge und Übergänge:
ja
Möglichkeit des Durchblicks aus sitzender Position:
Fenster in den Wohnungen mit 65 cm Brüstungshöhe, Balkone mit transparenter Brüstung
Weitere Aspekte
Barrierefreie Küchenmöbel/-ausstattungen; Berücksichtigung der Rollstuhlfahrenden bei den Sitzmöglichkeiten der gemeinschaftlich genutzten Freianlagen; rollstuhlgerechte Materialwahl in den Freianlagen (fugenloser Farbasphalt); Rollstuhlabstellplätze
Angaben bei Vorhaben im Bestand/Denkmal
(nach DIN 18040-1 und 2)
(nach DIN 18040-1 und 2)
Innovative oder besonders gestaltete Lösungen
Einbau eines rollstuhlgerechten Aufzugs, der über den neuen rückwärtigen Eingang barrierefrei zu erreichen ist. Das denkmalgeschützte Eingangsportal an der Straße blieb so unverändert erhalten.
weitere Maßnahmen
Alle Türschwellen im Inneren des Bestands wurden abgesenkt sowie die denkmalgeschützte Treppe mit Stufenmarkierungen versehen. Im EG wurde ein rollstuhlgerechtes WC ergänzt.
Angaben Verkehrs- und Freiräume (DIN 18040-3)
Inklusives Nutzungs- und Quartierskonzept
Der halböffentliche, dennoch intime Innenhof lädt Bewohnende, deren Angehörige sowie die Besuchenden der sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen zu Begegnung und Austausch ein.
Nutzungsqualität durch Barrierefreiheit
Rollstuhlgerechten Zugang zum Grundstück, Gehflächen in Farbasphalt ohne Fugen angelegt; Sitzbänke mit angepasster Höhe, mit Arm- u. Rückenlehne ausgestattet.
Standort
Von-Brug-Straße 5
Garmisch-Partenkirchen
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OrtGarmisch-Partenkirchen
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RegierungsbezirkOberbayern
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TypologieWohnungsbau
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FertigstellungApril 2023
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Auszeichnungsjahr2024
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Ursprungsbaujahr1907
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BauherrinLongLeif GaPa gGmbH , Garmisch-Partenkirchen
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ArchitekturH2M Architekten , MünchenGabriele Bruckmayer, Gerhard Eckl, Prof. Daniel Halswick, Prof. Stephan Häublein, Johannes Müller
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Mitarbeit
- Kristina Jeske
- Marie Gast
- Severin Bast
- Fabian Schmid
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Landschaftsarchitektur
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Denkmal / EnsembleDenkmal
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MaßnahmeBauen im Bestand
- Sanierung/ Umbau/ Revitalisierung
- Anbau/ Erweiterung
- Erhalt/ Denkmalschutz
- Umnutzung/ Nutzungserweiterung/ Mehrfachnutzung