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Montagehalle mit Verwaltung und Kantine
Sulzberg
Kopfbau mit Kantine und Verwaltung;
Foto:
Foto: Hermann Rupp
Kantine mit Galeriebereich;
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Foto: Hermann Rupp
Detail Fassade Halle;
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Foto: Hermann Rupp
Terrasse Kantine;
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Foto: Hermann Rupp
Meisterbox Halle;
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Foto: Hermann Rupp
Eingang und Aufenthaltsbereich außen;
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Foto: Hermann Rupp
Konzept;
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architektur + raum
Aufgeständerte Halle über Parkfläche;
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Foto: Hermann Rupp
Montagehalle mit Nord-Oberlichtbändern;
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Foto: Hermann Rupp
Lageplan, Grundrisse, Schnitt;
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architektur + raum
Verwaltung und Montagehalle mit Sheddach;
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Foto: Hermann Rupp
Parkfläche unter aufgeständerter Halle;
Foto:
Foto: Hermann Rupp
BEISPIELHAFT
Montagehalle mit Verwaltung und Kantine
Der weitgehend klimaneutrale Neubau
des Bürogebäudes in Haßfurt setzt
neue Maßstäbe für eine nachhaltige
und zukunftsorientierte Arbeitswelt. Auf
rund 6.500 m² Nutzfläche bietet der
dreigeschossige Bürokomplex etwa
220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
ein inspirierendes Arbeitsumfeld. Die
architektonische Gestaltung zeichnet
sich durch unterschiedlich hohe
Brüstungsbänder, großzügige
Verglasungen und wohnliche Loggien
aus. Als Multispace-Office konzipiert,
fördert das offene Raumkonzept
flexible Arbeitsweisen: Es ermöglicht
den Wechsel zwischen konzentrierten
Einzelarbeiten und dynamischen
Teamprozessen. Das biophile
Innendesign schafft durch den
gezielten Einsatz natürlicher Elemente
eine lebendige Verbindung zwischen
Mensch und Natur, was das
Wohlbefinden und die Kreativität der
Mitarbeitenden unterstützt. Zudem wird
durch den Einsatz innovativer
Technologien und nachhaltiger
Materialien der ökologische
Fußabdruck des Gebäudes minimiert.
Welchen besonderen Beitrag liefert das Projekt zur Energieeffizienz
Das Gebäude wurde als Effizienzhaus 55 errichtet und überfüllt die gesetzlichen Anforderungen nach EnEV 2016. Die regenerative Heizungs- und Kühlungstechnik schafft hohe Energieeffizienz und Komfort.
Energiekonzept Gebäude
Die Wärme- und Warmwasserversorgung des Gebäudes erfolgt über eine hocheffizienten Sole-Wärmepumpe (COP > 5,5 bei W10/W35). Hierfür wurden unter der Parkplatzfläche 24 Erdsondenbohrungen mit je 140 m Tiefe hergestellt.
Der viergeschossige, als Massivbau konzipierte Kopfbau mit Kantine und Verwaltung wird über eine Fußboden- bzw. Deckenheizung mit niedriger Vorlauftemperatur beheizt. Die Büros im obersten Geschoss sind darüber hinaus mit einer hocheffizienten passiven Kühlung über die Decke versorgt.
Zur Reduzierung der Lüftungswärmeverluste und Erhöhung der Raumluftqualität sind die Kantine und die Verwaltung mit einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet.
In der Halle, ausgelegt auf 19°C, erfolgt bei Bedarf die Heizung über Deckenstrahlplatten. Dank beweglicher Glaslamellen in den Oberlichtern und Öffnungsflügel in den umlaufenden Fensterbändern kann auf eine mechanische Be- und Entlüftung der Montagehalle verzichtet werden.
Die Sheddachkonstruktion versorgt die Halle mit blendfreiem Nordlicht und reduziert damit den Energiebedarf für künstliche Beleuchtung. Die Südseite der Sheddächer wird für die Energiegewinnung mittels PV-Anlage genutzt.
Energieberatung durch
Herz & Lang GmbH
Standard und Verfahren
eingehaltener Standard
EnEV 2016
Berechnungsverfahren
DIN 18599
Angaben Wohngebäude
Angaben Nichtwohngebäude
Kenndaten
mittl. U-Wert opak Soll-Wert nach EnEV/GEG
0,28 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Ist-Wert
0,195 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
30 %
mittl. U-Wert trans. Soll-Wert nach EnEV/GEG
1,5 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Ist-Wert
1 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
33 %
Qₚ Soll-Wert nach EnEV/GEG
98,8 kWh/(m²a)
Qₚ Ist-Wert
38,8 kWh/(m²a)
Qp Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
61 %
Unterschreitung EnEV/GEG Anforderung um
30 %
Wärmebrückenzuschlag
0,1 W/(m²K)
Endenergiebedarf
ist (berechnet)
44,7 kWh/m²a
Allgemeine Angaben
Flächen
BGF (nach DIN 277)
4.400 m²
Beheizte Nettogrundrissfläche
(DIN 277)
(DIN 277)
2.805 m²
Beheiztes Volumen
(Systemgrenze EnEV)
(Systemgrenze EnEV)
16.107 m³
Hüllfläche (gesamt)
6.853 m²
Fensterfläche
608,5 m²
Bauweise
Leichtbau mit Kassettenwand und Trapezdachkonstruktion
Verwendung nachwachsender Rohstoffe
Holzbau (die Meisterbox in der Halle)
Kompaktheit
Hüllfläche/ beheiztes Volumen
0,43 1/m
Hüllfläche / Nettogrundrissfläche
2,44
Energiekonzept Anlagentechnik
Heizwärmebedarf gesamt
149.670 kWh/a
Spez. Heizwärmebedarf
53,4 kWh/(m²a)
Heizsystem
Grundwasser-Wärmepumpe
Kühlsystem
Geothermische Kühlung mit Grundwasser
Lüftungssystem
Zentrale Lüftungsanlage mit effizienter Wärmerückgewinnung
Beleuchtungssystem
LED-Beleuchtung nach aktuellem Stand der Technik
Einsatz regenerativer Energie
Umweltwärmenutzung durch Grundwasser-WP
Solar
PV
1.077,84 kWp
Ökologie
Einsatz regenerativer Energie
Umweltwärmenutzung durch Grundwasser-WP
Standort
Martinszeller Straße 21
Sulzberg
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OrtSulzberg
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RegierungsbezirkSchwaben
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TypologieWirtschaft, Industrie und Dienstleistung
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FertigstellungMai 2020
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Auszeichnungsjahr2023
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BauherrinSUMA Rührtechnik GmbH , Sulzberg
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Architekturarchitektur + raum GbR, KemptenChristiane Maucher, Thorsten Leekes, Peter Fakler
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Mitarbeit
- Russell Harnett
- Martin Maurer
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MaßnahmeNeubau
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Besondere QualitätenGebäudeplanung mit BIM