Bayerische Architektenkammer
Körperschaft des Öffentlichen Rechts
Waisenhausstr. 4
80637 München
Telefon: 089 139880 – 0
Telefax: 089 139880 – 55
E-Mail: info@remove-this.byak.de
zurück
Münchner Volkstheater
München
Eingangsseite;
Foto:
Roland Halbe
Werkstatt-Trakt mit Bühnenturm;
Foto:
Roland Halbe
Fassadenschnitt schematisch;
Foto:
LRO GmbH & Co. KG
Lageplan;
Foto:
LRO GmbH & Co. KG
Grundriss EG;
Foto:
LRO GmbH Co. KG
Terrasse oberes Foyer;
Foto:
Roland Halbe
Foyer;
Foto:
Roland Halbe
BEISPIELHAFT
Münchner Volkstheater
Mit signalhafter Architektur wird der Neubau dem Anspruch auf Repräsentation und Identifikation des zentralen Neubauprojekts auf dem Schlachthofgelände gerecht. Gleichzeitig gelingt im Duktus des Genius loci mit seiner Industriearchitektur die bruchlose Einbindung des denkmalgeschützten Bestandsbaus. Die hochwertige Klinkerfassade mit bewegter Struktur aus ungelochten Vollsteinen, dazu der gemauerte Torbogen zum Hof, differenzierte Baukörper und nicht zuletzt die stark farbige, an Goethes Farbenlehre angelehnte Foyergestaltung schaffen einen gleichermaßen erlebnisreichen wie stimmigen Ort.
Zum Gelingen des ÖPP-Projekts trugen die frühzeitige und sehr detaillierte Erhebung von Bedarfen, Raumprogramm und Funktionalitäten bei – zusammen mit dem zukünftigen Nutzer – und anschließend der detailliert ausgestaltete Planungswettbewerb, aber auch der hohe Anspruch aller Beteiligten und der Wille zur konstruktiven Zusammenarbeit im Rahmen partnerschaftlichen, respektvollen Umgangs untereinander.
Welchen besonderen Beitrag liefert das Projekt zur Energieeffizienz
Altbausanierung und Neubau gewährleisten einen modernen Theaterbetrieb mit geringem Energieverbrauch und geringen Energieverlusten. Denkmalgeschützte Bausubstanz konnte angepasst und erhalten werden.
Energiekonzept Gebäude
Die insgesamt hohe Energieeffizienz des Gebäudes wurde durch die frühzeitige Erhebung der Nutzungsrandbedingungen erzielt und vor allem durch die konsequent ab den ersten Planungsphasen erfolgte Abstimmung und Optimierung in Bezug auf die haustechnischen Komponenten. Ziel war eine integrales Energiekonzept, bei dem alle Komponenten auf einem hohen Niveau zusammenwirken.
Es wurden die Anforderungen des IHKM Klimaschutzprogramms 2015 der Landeshauptstadt München an den baulichen Wärmeschutz des Gebäudes erfüllt.
Die Herausforderungen des Energiekonzeptes bestanden insbesondere in der Minimierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs sowie der Reduzierung der CO₂-Emissionen. Dabei spielte die Gebäudeform eine zentrale Rolle: Durch eine hohe Kompaktheit konnte die wärmeübertragende Fläche im Verhältnis zum beheizten Volumen deutlich reduziert werden. Zusätzlich wurden die Fensterflächen gezielt optimiert, um eine maximale Tageslichtnutzung zu erreichen und den Bedarf an Kunstlicht zu minimieren – unterstützt durch den Einsatz von Oberlichtern und Lichtbändern. Gleichzeitig sollten hohe solare Gewinne ermöglicht aber eine sommerliche Überhitzung vermieden werden. Hierfür wurden die Größe und Gestaltung der Fensterflächen sowie die Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz abhängig von der Fassadenausrichtung und der jeweiligen Raumnutzung detailliert geplant.
Energieberatung durch
Wolfgang Sorge Ingenieurbüro für Bauphysik GmbH & Co. KG, Nürnberg
Standard und Verfahren
eingehaltener Standard
EnEV 2016
Berechnungsverfahren
DIN 18599
Effizienzhausstufen
Effizienzhaus Denkmal
Angaben Wohngebäude
Angaben Nichtwohngebäude
Kenndaten
mittl. U-Wert opak Soll-Wert nach EnEV/GEG
0,28 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Ist-Wert
0,16 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
43 %
mittl. U-Wert trans. Soll-Wert nach EnEV/GEG
1,5 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Ist-Wert
1 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
33 %
Qₚ Soll-Wert nach EnEV/GEG
96 kWh/(m²a)
Qₚ Ist-Wert
53 kWh/(m²a)
Qp Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
45 %
Unterschreitung EnEV/GEG Anforderung um
33 %
Wärmebrückenzuschlag
0,05 W/(m²K)
Endenergiebedarf
ist (berechnet)
105,8 kWh/m²a
Allgemeine Angaben
Flächen
BGF (nach DIN 277)
30.134 m²
Beheizte Nettogrundrissfläche
(DIN 277)
(DIN 277)
17.896 m²
Beheiztes Volumen
(Systemgrenze EnEV)
(Systemgrenze EnEV)
141.820 m³
Hüllfläche (gesamt)
25.178 m²
Fensterfläche
1.561 m²
Bauweise
Massivbau
Verwendung nachwachsender Rohstoffe
nein
Kompaktheit
Hüllfläche/ beheiztes Volumen
0,18 1/m
Hüllfläche / Nettogrundrissfläche
1,41
Energiekonzept Anlagentechnik
Heizwärmebedarf gesamt
1.236.945 kWh/a
Spez. Heizwärmebedarf
69,12 kWh/(m²a)
Energiekonzept Technik
Im Bestandsgebäude:
Ertüchtigung der Haustechnik und Einbau einer Lüftungszentrale im Dachgeschoss
Heizsystem
Fernwärme
Kühlsystem
Fernkälte
Lüftungssystem
zentral
Beleuchtungssystem
LED
Einsatz regenerativer Energie
nein
Fernwärme
angesetzter Primärenergiefaktor fp
0,11
Ökologie
CO2 - Ausstoß
spezifisch
32,42 kg/(m²a)
Einsatz regenerativer Energie
nein
Ökonomie
Kostengruppe 300 (brutto)
Bemerkung
Gesamtabrechnung steht noch aus
Kostengruppe 400 (brutto)
Bemerkung
Gesamtabrechnung steht noch aus
Gesamtkosten (KG 200-700) ohne Grundstück (brutto)
gesamt
130.700.000 €
spezifisch
4.314 €/m2BGF
Standort
Tumblingerstraße 27
München
-
OrtMünchen
-
RegierungsbezirkMünchen
-
TypologieKultur
-
FertigstellungJuni 2021
-
Auszeichnungsjahr2023
-
Ursprungsbaujahr1876-1925
-
BauherrinLH München, Kommunalreferat, vertreten durch das Baureferat , München
-
ArchitekturLRO Lederer Ragnarsdóttir Oei GmbH & Co. KG, StuttgartMarc Oei, Katja Pütter, Klaus Hildenbrand, Heiko Müller
-
Mitarbeit
- Alexander Hochstraßer
-
Landschaftsarchitektur
-
Denkmal / EnsembleDenkmal
-
MaßnahmeNeubau
-
Besondere Qualitätenstädtebauliche Setzung, Identifikationspunkt