Bayerische Architektenkammer
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Nething Office
Neu-Ulm
Nething Office;
Foto:
Nething Generalplaner
Arbeitswelt 3. OG;
Foto:
Matthias Schmiedel
Deckenkonstruktion mit kompletter TGA;
Foto:
Nething Generalplaner
PV-Anlage auf begrüntem Dach;
Foto:
Nething Generalplaner
PV-Anlage auf begrüntem Dach;
Foto:
Nething Generalplaner GmbH Generalplaner
Arbeitswelt 2. OG;
Foto:
Nething Generalplaner
Erdgeschoss;
Foto:
Nething Generalplaner
Arbeitswelt 1. OG;
Foto:
Nething Generalplaner
Cafeteria;
Foto:
Matthias Schmiedel
BEISPIELHAFT
Nething Office
Nething Architekten haben in Neu-Ulm für die eigenen 100 Mitarbeitenden ein Büro entworfen. Das Konzept des viergeschossigen Gebäudes beruht auf der Frage: Wie sieht die perfekte Arbeitswelt für das Team aus? Abbildung findet dies in einem maximal offenen Haus, in dem halb-geöffnete Strukturen mit frei eingestellte Raummodule geclustert werden. Die Fassade greift die innere Form wieder auf: mit einer geordneten Struktur, die durch das Material – vergrautes Holz mit einer lebendigen, warmen Ausstrahlung – aufgebrochen wird.
Welchen besonderen Beitrag liefert das Projekt zur Energieeffizienz
Trinkwarmwasser durch Elektroerhitzer,
Gebäudewärme durch Wärmepumpe in Kombination mit Fernwärme.
Kälte; Reversible Wärmepumpe mit Umweltwärme aus Geothermie, Kompressionskältemaschine,
PV-Anlage
Energiekonzept Gebäude
Gemäß den aktuellen Festlegungen werden alle oberirdischen Gebäudebereiche in die thermische Gebäudehülle einbezogen und als auf normale Innentemperaturen beheizt (19 °C) angesetzt. Im Untergeschoss werden Technikräume, Treppenhäuser inkl. Flure und Duschräume zu den beheizten Kellerräumen in die thermische
Gebäudehülle einbezogen. Damit besteht die thermische
Gebäudehülle aus der Elementfassade, den Außenwänden gegen Außenluft, Tiefgarage und
Erdreich, den Außentüren, dem Flachdach und den Terrassen, den Decken nach unten gegen die
Tiefgarage, den Fenstern sowie den Bodenplatten. Die erforderlichen Wärmedämm-Maßnahmen im Bereich der wärmeübertragenden Gebäudehülle werden konsequent an diesen Konstruktionen angeordnet.
Im Rahmen der vorliegenden Berechnungen zum Nachweis der energetischen Anforderungen wurde folgende Anlagentechnik/Gebäudeausrüstung angesetzt, die
mit dem Planungsbüro FACT GmbH [2] abgestimmt wurde. Nachfolgend werden die
wichtigsten haustechnischen Angaben zusammenfassend dargestellt.
In den Berechnungen nach DIN V 18599 wird folgende Wärmeversorgung berücksichtigt:
Bei der Heizungsanlage handelt es sich um eine Zentralheizung mit intermittierendem Heizbetrieb.
Als Verteilleitungen kommt ein hydraulisch abgeglichenes Zweirohrnetz
mit innen liegenden und gedämmten Verteilleitungen zum Einsatz.
Die Pumpenregelung ist Δp variabel mit intermittierendem Pumpenbetrieb (Absenkung),
die Pumpenleistung ist unbekannt. Ein Heizungspufferspeicher ist nicht vorhanden.
Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe
(Standard Wärmepumpe nach DIN 18599).
Ein geringer Anteil soll über Fernwärme mit Primärenergiefaktor fp = 0,26 gedeckt werden, auf
der sicheren Seite liegend wird dieser Anteil vernachlässigt
Eine Nacht- und Wochenendabsenkung der Heizungsanlage wurde in der Bilanzierung berücksichtigt (Vorgabe GEG § 25 „Berechnungsrandbedingungen
Energieberatung durch
Müller BBM
Standard und Verfahren
eingehaltener Standard
GEG 2021
Berechnungsverfahren
DIN 18599
Effizienzhausstufen
Effizienzhaus 40 (Neubau)
Angaben Wohngebäude
Angaben Nichtwohngebäude
Kenndaten
mittl. U-Wert opak Soll-Wert nach EnEV/GEG
0,28 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Ist-Wert
0,18 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
36 %
mittl. U-Wert trans. Soll-Wert nach EnEV/GEG
1,5 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Ist-Wert
1 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
33 %
Qp Soll-Wert nach EnEV/GEG
161 kWh/(m²a)
Qp Ist-Wert
40 kWh/(m²a)
Qp Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
75 %
Unterschreitung EnEV/GEG Anforderung um
33 %
Wärmebrückenzuschlag
0,05 W/(m²K) (z.B. 0.15, 0.10, 0.05, 0.03, freier Wert)
Allgemeine Angaben
Flächen
BGF (nach DIN 277)
3,4 m²
Beheizte Nettogrundrissfläche
(DIN 277)
(DIN 277)
5,147 m²
Beheiztes Volumen
(Systemgrenze EnEV)
(Systemgrenze EnEV)
13,96 m³
Hüllfläche (gesamt)
4,683 m²
Fensterfläche
1,391 m²
Bauweise
Holz-Hybridbauweise, elementiert
Verwendung nachwachsender Rohstoffe
Holz
Kompaktheit
Hüllfläche/ beheiztes Volumen
0,34 1/m
Hüllfläche / Nettogrundrissfläche
1,51
Energiekonzept Anlagentechnik
Heizwärmebedarf gesamt
184,7 kWh/a
Spez. Heizwärmebedarf
52,8 kWh/(m²a)
Energiekonzept Technik
Reversible Wärmepumpe, Anergie Grundwasser mit Spitzenabdeckung über Fernwärme.
TWW über Frischwasser & Pufferspeicher, --> Beladung via FW.
Heizsystem
HT/NT-Netz -> Deckensegel, Betonkerntemperierung, Unterflurkonvektoren & Heizkörper
Kühlsystem
Low-Ex (35/31°C)
Lüftungssystem
RLT-Gerät mit Heiz- und Kühlregister sowie WRG via PWT
Beleuchtungssystem
LED-Spots 70 IM/W bzw. 4,6 W/m² -> kleinzonierte, manuelle Beleuchtungssteuerung
Einsatz regenerativer Energie
Grundwasserbrunnenanlage
Solar
PV
62,5 kWp
Batteriespeicher
vorb. kWh
Ökologie
CO2 - Ausstoß
gesamt
38,32 t/a
spezifisch
12,3 kg/(m²a)
Einsatz regenerativer Energie
Grundwasserbrunnenanlage
solare Energienutzung
als Anergie und Kühlung
Standort
Edisonallee 33
Neu-Ulm
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OrtNeu-Ulm
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RegierungsbezirkSchwaben
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TypologieWirtschaft, Industrie und Dienstleistung
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FertigstellungDezember 2023
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Auszeichnungsjahr2024
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BauherrEdison 33 GmbH , Neu-Ulm
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Architektur
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Mitarbeit
- Johannes Baumeister
- Petra Henne-Beilhardt
- Oliver Schmidt
- Andrea Nothelfer
- Simone Müller
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LandschaftsarchitekturTünnemann Landschaftsarchitektur GbR, NürtingenManfred Tünnemann
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MaßnahmeNeubau
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Besondere Qualitäten
- Gebäudeplanung mit BIM
- Holzbau
- Modulbau