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Neubau Kinderkrippe "Winklinger Nesterl"
Niederwinkling
Innenhof;
Foto:
Herbert Stolz
Eingangsbereich;
Foto:
Herbert Stolz
Gruppenraum;
Foto:
Herbert Stolz
Mehrzweckraum;
Foto:
Herbert Stolz
Spielflur;
Foto:
Herbert Stolz
Wasserwelt;
Foto:
Herbert Stolz
Außenbereich;
Foto:
Herbert Stolz
Blick aus dem Innenhof;
Foto:
Herbert Stolz
Blick aus dem Innenhof;
Foto:
Herbert Stolz
Grundriss/Lageplan;
Foto:
Joachim Gutthann
BEISPIELHAFT
Neubau Kinderkrippe "Winklinger Nesterl"
Das Gebäude stellt sich als zwei Satteldachbauten (BT I und BT II) mit Ziegeldeckung dar
und einem Verbindungsbau mit begrüntem Flachdach. Der Innenhof bildet das Zentrum des Gebäudes, bringt Tageslicht ins Innere und dient als flexibel nutzbare und geschützte Freifläche. Das Gebäude schafft Platz für vier Gruppenräume mit Nebenräumen, Küche, Ruhebereiche und Personalräume. Der erweiterte Spielflur öffnet sich über eine überdachte Spielfläche zu den Außenspielflächen. Bauteil I und II sind in Holzständerbauweise erstellt. Die Fassaden sind mit einer senkrechten Verschalung aus vorbewittertem Holzwerkstoff verkleidet. Der mittlere Baukörper ist in Stahlbetonbauweise mit Stahlbetondecke errichtet. Das äußere Erscheinungsbild der Kinderkrippe orientiert sich an der umliegenden Dorfbebauung. Die Dachfläche nimmt mit der roten Ziegeldeckung die Farbigkeit und Materialität der benachbarten Dorfkirche auf. Das Gebäude ist nicht unterkellert und besteht aus einem Geschoss.
Welchen besonderen Beitrag liefert das Projekt zur Energieeffizienz
Nutzung des bestehenden Nahwärmenetzes, das größtenteils mit Wärme aus Hackschnitzeln versorgt wird. Der Primärenergiebedarf wird gesenkt, Energieverbrauchs und Umweltbelastung werden reduziert.
Energiekonzept Gebäude
Zone 01 Gruppenräume Kindergarten: Die Beheizung erfolgt über das zentrale statische Heizsystem, die Wärmeübergabe erfolgt über eine bauteilintegrierte Fußbodenheizung. Die Belüftung erfolgt über ein Lüftungssystem als Zu- und Abluftanlage mit 85% WRG, die der Norm entsprechen mit max. 75% WRG abgebildet wurde. Zone 02 WC- und Sanitärräume: Die Beheizung erfolgt über das zentrale statische Heizsystem, die Wärmeübergabe erfolgt über eine bauteilintegrierte Fußbodenheizung. Die Lüftung erfolgt über ein einfaches Lüftungssystem. Zone 03 Verkehrsfläche: Die Beheizung erfolgt über das zentrale statische Heizsystem, die Wärmeübergabe erfolgt über eine bauteilintegrierte Fußbodenheizung. Die Belüftung übernimmt ein Lüftungssystem als Zu- und Abluftanlage mit 85% WRG, die der Norm entsprechen mit max. 75% WRG abgebildet wurde. Zone 04 Lager, Technik, Archiv: Die Beheizung erfolgt über das zentrale statische Heizsystem, die Wärmeübergabe erfolgt über eine bauteilintegrierte Fußbodenheizung.
Wärmeversorgung: Die zentrale Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt über das bestehende Nahwärmenetz in Niederwinkling. Die Wärme wird zum Großteil aus Hackschnitzel und zu einem geringen Anteil über Gas erzeugt. Trinkwasserversorgung: Die Warmwasserbereitung erfolgt über Elektro-Durchlauferhitzer. Wärmeverteilung & Wärmeübergabe: Die Dämmqualität der Verteilleitungen wurde mit dem Standard „doppelte Mindestdämmung“ angesetzt. Die Wärmeübergabe erfolgt im gesamten Gebäude über Fußbodenheizung. Raumlufttechnische Anlage: Lüftungsanlage ohne Klimatisierung (weder Heiz- noch Kühlregister). Die Lüftungsanlage selbst wurde mit max. 75% WRG abgebildet. Beleuchtung: Lampen und Leuchten als LEDs in LED-Leuchten, tageslichtabhängige Beleuchtungskontrolle als gedimmtes System.
Energieberatung durch
IBA- bau & energie GmbH, Markus Amberger, Deggendorf
Standard und Verfahren
eingehaltener Standard
EnEV 2016
Berechnungsverfahren
DIN 4108
Angaben Wohngebäude
Angaben Nichtwohngebäude
Kenndaten
mittl. U-Wert opak Soll-Wert nach EnEV/GEG
0,35 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Ist-Wert
0,17 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
51 %
mittl. U-Wert trans. Soll-Wert nach EnEV/GEG
1,9 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Ist-Wert
1,03 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
46 %
Qₚ Soll-Wert nach EnEV/GEG
205,3 kWh/(m²a)
Qₚ Ist-Wert
44,8 kWh/(m²a)
Qp Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
78 %
Unterschreitung EnEV/GEG Anforderung um
46 %
Wärmebrückenzuschlag
0,05 W/(m²K)
Endenergiebedarf
ist (berechnet)
44,8 kWh/m²a
Allgemeine Angaben
Flächen
BGF (nach DIN 277)
964,99 m²
Beheizte Nettogrundrissfläche
(DIN 277)
(DIN 277)
658 m²
Beheiztes Volumen
(Systemgrenze EnEV)
(Systemgrenze EnEV)
2.116,8 m³
Hüllfläche (gesamt)
2.549,6 m²
Fensterfläche
195 m²
Bauweise
Massivbauweise
Verwendung nachwachsender Rohstoffe
Holz für Fassadenverkleidung
Kompaktheit
Hüllfläche/ beheiztes Volumen
1,2 1/m
Hüllfläche / Nettogrundrissfläche
3,87
Energiekonzept Anlagentechnik
Spez. Heizwärmebedarf
107,3 kWh/(m²a)
Heizsystem
Fußbodenheizung, Dämmqualität d. Verteilung: doppelte Mindestdämmung
Kühlsystem
ohne
Lüftungssystem
Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung
Beleuchtungssystem
nach DIN 18599, direkte Beleuchtung, LED-Leuchten, selbst abschaltend und gedimmt
Einsatz regenerativer Energie
Anschluss an BHKW
Fernwärme
angesetzter Primärenergiefaktor fp
0,32
Ökologie
Einsatz regenerativer Energie
Anschluss an BHKW
Standort
Dorfplatz 7
Niederwinkling
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OrtNiederwinkling
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RegierungsbezirkNiederbayern
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TypologieSchulen und Kinderbetreuung
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FertigstellungNovember 2020
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Auszeichnungsjahr2023
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BauherrinGemeinde Niederwinkling , Schwarzach
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ArchitekturGutthann HIW Architekten GmbH, DonaustaufChristian Illner, Joachim Gutthann
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Mitarbeit
- Romina Kieslinger
- Anita Mühlbauer
- Cornelia Zimmerling
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Landschaftsarchitektur
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MaßnahmeNeubau