Bayerische Architektenkammer
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Genossenschaftliche Wohnanlage Freiham WA2 Mitte
München
Südfassade vom Freihamer Anger;
Foto:
Dominik Dittberner
Innenhof;
Foto:
Dominik Dittberner
Bach für Retention, Versickerung, Spiel;
Foto:
Roswitha Näbauer
Regenwasserableitung zum Bachlauf;
Foto:
Roswitha Näbauer
Wasser als spielerisches Element;
Foto:
Roswitha Näbauer
Mulde mit Kiesrigole;
Foto:
FreiRaumArchitekten Wirzmüller
Versickerung entlang der Fahrradstraße;
Foto:
Dominik Dittberner
Artenreichtum im Vorgarten;
Foto:
Zwischenräume Architekten Näbauer
Gemüseanbau auf den Dachbeeten;
Foto:
Dominik Dittberner
Lageplan enger Grund/ viele Funktionen;
Foto:
FreiRaumArchitekten Wirzmüller
Dachterrasse;
Foto:
Roswitha Näbauer
Grundriss EG;
Foto:
Roswitha Näbauer
Hausgemeinschaft am Nachbarschaftstreff;
Foto:
Roswitha Näbauer
Spalier am Nachbarschaftstreff;
Foto:
Roswitha Näbauer
BEISPIELHAFT
Genossenschaftliche Wohnanlage Freiham WA2 Mitte
Das Bauvorhaben WA2 Mitte erhält besondere Bedeutung durch seine Lage am Ende der zentralen Fuß- und Radweg- Achse Freihamer Anger. Im EG des "Torhauses" liegen quartiersoffene Nutzungen wie Nachbarschaftstreff, Paketstation und Coworking sowie Gemeinschaftseinrichtungen wie Fahrradgarage und Waschsalon. Über das Haupttreppenhaus und die Laubengänge sind alle Wohnungen und Gemeinschaftseinrichtungen barrierefrei erreichbar, auch die Fahrradgarage sowie die Tiefgarage mit Lagerräumen und der Dachgarten. Es entsteht eine kommunikationsfördernde Laubengangstruktur mit kurzen Wegen für die 61 geförderten Wohnungen der Genossenschaft. Der grüne Innenhof ist gemeinsamer Mittelpunkt des Wohnhofs, auch mit den Nachbarn. Die gesamte Wohnanlage, alle Wohnungen und Gemeinschaftsräume sind barrierefrei nach DIN 18040-2, ebenso die Gästeappartments, Coworking und Waschsalon; 4 Wohnungen sind rollstuhlgerecht.
Welchen Beitrag liefert das Projekt zur Klimaanpassung?
Die Freiflächen bieten für alle Altersgruppen attraktive sonnige und schattige Treffpunkte und Rückzugsflächen. Bäume, Fassaden- und Dachgrün bieten Temperaturabkühlung in Tropennächten.
Grundstück
4.224,44 m²
Handlungsfelder
Grünflächen
nicht bebaute Fläche
(Grün- und Freiflächen außerhalb von Gebäuden usw.)
(Grün- und Freiflächen außerhalb von Gebäuden usw.)
2.217 m²
bebaute Fläche
(Grundfläche von Gebäuden usw.)
(Grundfläche von Gebäuden usw.)
1.731 m²
Anteil Grünflächen nicht unterbaut
86,3 %
Anteil Grünflächen unterbaut
(auf Tiefgaragen, über Kellern usw.)
(auf Tiefgaragen, über Kellern usw.)
13,7 %
durchschnittliche Höhe Substrataufbau bei unterbauten Flächen
60 cm
Beschreibung und ggfs. besondere Qualität der Grünfläche / Art der Bepflanzung
Sehr hoher Anteil unbefestigter begrünter Flächen (Typen: Kräuterrasen, Wildblumenwiesen, Staudenflächen, geschlossene Strauchpflanzungen)
Maßnahmen zur Aufenthaltsqualität der Grünflächen
Naturnahe Spielfächen, schattenspendende Baumpflanzungen, reduzierte Privatgrünflächen, dafür sehr hoher Anteil an Gemeinschaftsfläche
Fassadenbegrünungen
Fassadenfläche insgesamt
4.022 m²
Vorgesehener Anteil Fassadenbegrünung
12 %
Bewässerungssystem
Automatische Bewässerung mit Grundwasser (eigene Grundwasserbrunnenanlage auf Grundstück), 0% Trinkwasseranteil
Besondere Qualität der Fassadenbegrünung
38 Einzelrankseile bepflanzt mit verschiedenen Kletterpflanzen, ab 1.OG zusätzlich flächige Ausbreitung durch Laubengang und Balkongeländer (2.-5. Geschoss)
Dachbegrünungen/Gründächer/Biodiversitätsdächer
Dachflächen insgesamt
1.622 m²
Anteil Dachbegrünung gesamt
85 %
extensiv (bis 10 cm Substrataufbau / keine Pflege)
50 %
mindestens einfach intensiv (ab 15-25cm Substrataufbau)
21 %
intensiv (ab 25cm Substrataufbau)
14 %
Artenvielfalt und Biodiversität der Dachflächen; Hinweis zur Pflanzenauswahl
Ansaat mit artenreichem Kräuterrasen,
Pflanzung von heimischen und blütenreichen Sträuchern und Stauden
besondere Qualität der Dachbegrünung / Gründächer / Biodiversitätsdächer
50% extensive Begrünung unter PV-Flächen (nicht begehbar),
Rest Dachgarten mit hochwertigen Aufenthaltsflächen sowie Rückzugs- und Anbauflächen
Vegetation
Beschreibung der Bestandsvegetation
keine Bestandsvegetation vorhanden
Anzahl 1. Wuchsordnung
4
Anzahl 2. Wuchsordnung
17
Anzahl 3. Wuchsordnung und Sträucher
29
Beschreibung der Struktur und Qualität der Vegetation
Zusätzlich 325 m² gemischte Heckenpflanzung (Vogelschutz und Blütenhecke)
Regenwassermanagement
Lokale Versickerung des Niederschlagswassers
Meist offene Regenwasserführung in oberflächige Versickerungsmulden, keine Einleitung von Regenwasser in öffentlichen Kanal
Besondere Maßnahmen zum Regenwasserrückhalt
Flächenrigole unter dem westlichen Fuß- und Radweg
offene Wasserflächen
Verdunstungsbeete, die gleichzeitig dem Kinderspiel dienen
Brauchwasserkonzept / Regenwassernutzung
Regenwasser wird komplett versickert zur Grundwasserneubildung. Eigene Grundwasserbohrung pumpt neues Wasser an die Oberfläche zur Bewässerung der Vegetationsflächen auf dem Dach und im EG (Kreislauf).
Nutzer-Aufenthaltsqualität in öffentlichen/halböffentlichen Bereichen
qualifizierte Freiflächen mit klimarelevanten Einbauten, Schattenbereichen, Trinkwasserspender in öffentlichen Bereichen, etc.
Baumpflanzung im EG und Strauchpflanzungen auf dem Dach sorgen für ausreichende Schattenbereiche. Großzügige Grünflächen und eine geringe Versiegelung der Flächen sorgen für Kühlungseffekt im Sommer.
Standort
Otto-Meitinger-Straße 10
München
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OrtMünchen
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RegierungsbezirkMünchen
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TypologieWohnungsbau
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FertigstellungDezember 2022
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Auszeichnungsjahr2024
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BauherrinraumFAIR eG , Regensburg
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ArchitekturZwischenräume Architekten + Stadtplaner GmbH, MünchenRoswitha Näbauer, Lurildo Meneses
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Mitarbeit
- Natalija Usendic
- Srabony Paul
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LandschaftsarchitekturWamsler Rohloff Wirzmüller FreiRaumArchitekten, RegensburgRupert Wirzmüller, Susanne Wamsler, Bernd Rohloff, Annette Pilz
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MaßnahmeNeubau
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Besondere Qualitäten
- Holzbau
- genossenschaftliches Bauen mit Partizipation