Bayerische Architektenkammer
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Haus VV
Wörth am Main
Gartenansicht;
Foto:
Edgard Schmeichel
Straßenperspektive;
Foto:
Edgard Schmeichel
Grundriss OG;
Foto:
Viktor Grams
Homeoffice mit Panoramafenster;
Foto:
Edgard Schmeichel
Badezimmer;
Foto:
Edgard Schmeichel
Hauseingang;
Foto:
Edgard Schmeichel
Schiebefenster Terrassenausgang;
Foto:
Viktor Grams
Dusche;
Foto:
Edgard Schmeichel
Küche/Essen;
Foto:
Edgard Schmeichel
Grundriss EG;
Foto:
Viktor Grams
BEISPIELHAFT
Haus VV
Die Architektur ist schlicht, geradlinig und von großer Klarheit. Die Grundrisse sind ressourcenschonend für eine vierköpfige Familie entworfen. Es wurde viel Wert auf eine unverfälschte Materialsprache gelegt. Fassaden aus naturbelassener Lärche umfassen das komplette Haus. Die Überstände der Dachhaut sowie der Fensterbänke sind kleinstmöglich gehalten, um das natürliche Vergrauen der Holzfassade zu gewährleisten und so den optimalen natürlichen Holzschutz zu erreichen. Die Fassade ist hinterlüftet und verdeckt geschraubt. Die Bodenplatte im Erdgeschoss ist eine betonkernaktivierte Fundamentplatte in Sichtbeton. Das Haus wird mit einer Erdwärmepumpe geheizt, eine Photovoltaikanlage
versorgt es mit Strom. Zudem verfügt das Gebäude über eine zentrale
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Welchen besonderen Beitrag liefert das Projekt zur Energieeffizienz
Dank seiner kompakten Bauweise und der konsequenten Vermeidung fossiler Energien leistet das Haus einen signifikanten Beitrag zur Energieeffizienz.
Energiekonzept Gebäude
Das Energiekonzept setzt auf eine Kombination aus baulichen Maßnahmen und moderner Technik, um den Energieverbrauch zu minimieren und den Wohnkomfort zu maximieren.
Das Haus ist kompakt gebaut, was die äußere Hüllfläche im Verhältnis zum Volumen reduziert und Wärmeverluste minimiert. Die Fassade besteht aus naturbelassenem Lärchenholz, das hinterlüftet und mit 20 cm Mineralwolle gedämmt ist. Diese Konstruktion sorgt für eine hervorragende Wärmedämmung und verhindert Feuchtigkeitsprobleme, was die Lebensdauer der Fassade verlängert.
Die Fenster sind nach energetischen Gesichtspunkten angeordnet: Im Norden gibt es nur ein schmales Fensterband, um Wärmeverluste zu minimieren. Im Süden hingegen öffnen sich großzügige Fensterflächen, die passiv Sonnenwärme gewinnen und den Heizbedarf senken.
Es wurde eine Photovoltaikanlage auf der Südseite des Daches installiert. Diese Anlage produziert Strom, der im Haushalt genutzt wird. Durch die Eigennutzung des erzeugten Stroms wird die Abhängigkeit vom Netzstrom reduziert und der ökologische Fußabdruck verringert.
Für die Heizung und Kühlung sorgt eine Erdwärmepumpe, die über Erdbohrungen geothermische Energie nutzt. Im Winter wird die Wärme über eine kernaktivierte Bodenplatte im Haus verteilt, was für eine gleichmäßige und effiziente Beheizung sorgt. Im Sommer wechselt die Wärmepumpe in den Kühlmodus und leitet überschüssige Wärme aus dem Gebäude ab, was ein angenehmes Raumklima gewährleistet.
Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ergänzt das System. Sie sorgt für kontinuierliche Frischluftzufuhr, während sie die Wärme aus der Abluft zurückgewinnt, um die Frischluft vorzuheizen. Dies reduziert den Heizbedarf weiter und steigert die Energieeffizienz.
Insgesamt kombiniert dieses Konzept nachhaltige Materialien, wie Lärchenholz und Mineralwolle, mit moderner Technik, um ein energieeffizientes und umweltfreundliches Wohnhaus zu schaffen. Die Photovoltaikanlage kann bei Bedarf erweitert werden, um auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet zu sein. Mit dieser ganzheitlichen Planung bietet das Energiekonzept eine nachhaltige Lösung, die den Energieverbrauch minimiert, den Komfort erhöht und einen positiven Beitrag zur Energiewende leistet.
Energieberatung durch
Karlheinz Paulus_Main Energie GmbH
Standard und Verfahren
eingehaltener Standard
GEG 2023
Berechnungsverfahren
DIN 18599
Effizienzhausstufen
Effizienzhaus 40 (Neubau)
Angaben Wohngebäude
Kenndaten
H´T Soll-Wert nach EnEV/GEG
0,42 W/(m²K)
H´T Ist-Wert
0,3 W/(m²K)
H´T Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
29 %
Qₚ Soll-Wert nach EnEV/GEG
51,4 kWh/(m²a)
Qₚ Ist-Wert
11,7 kWh/(m²a)
Qₚ Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
77 %
Unterschreitung EnEV/GEG Anforderung um
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
29 %
U-Werte Bauteile gegen Außenluft
Dach
0,18 W/(m²K)
Außenwand
0,166 W/(m²K)
Fenster Uw
0,9 W/(m²K)
Wärmebrückenzuschlag
0,014 W/(m²K)
Endenergiebedarf
ist (berechnet)
14,1 kWh/m²a
Angaben Nichtwohngebäude
Allgemeine Angaben
Flächen
BGF (nach DIN 277)
180 m²
Beheizte Nettogrundrissfläche
(DIN 277)
(DIN 277)
138 m²
Hüllfläche (gesamt)
433 m²
Fensterfläche
52 m²
Bauweise
Massiv
Verwendung nachwachsender Rohstoffe
Holzfassade mit Mineralwolle
Kompaktheit
Hüllfläche/ beheiztes Volumen
433 1/m
Hüllfläche / Nettogrundrissfläche
138
Energiekonzept Anlagentechnik
Heizsystem
Bodenheizung mit Erdwärmepumpe
Kühlsystem
Bauteilaktivierung Betonbodenplatte mit Wärmetauscher Erdsonde
Lüftungssystem
Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Beleuchtungssystem
LED
Einsatz regenerativer Energie
Erdwärme, Photovoltaikanlage
Solar
PV
6,2 kWp
Ökologie
CO2 - Ausstoß
gesamt
701 t/a
spezifisch
3,65 kg/(m²a)
Einsatz regenerativer Energie
Erdwärme, Photovoltaikanlage
Ökonomie
Gesamtkosten (KG 200-700) ohne Grundstück (brutto)
gesamt
305.000 €
spezifisch
1.695 €/m2BGF
Standort
Landstraße 2c
Wörth am Main
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OrtWörth am Main
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RegierungsbezirkUnterfranken
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TypologieWohnungsbau
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FertigstellungJanuar 2020
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Auszeichnungsjahr2023
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BauherrenViktor & Virginia Grams , Wörth am Main
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Architektur
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Mitarbeit
- Alexander Grams
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MaßnahmeNeubau
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Besondere Qualitäten
- Holzbau
- Kunst am Bau