Bayerische Architektenkammer
Körperschaft des Öffentlichen Rechts
Waisenhausstr. 4
80637 München
Telefon: 089 139880 – 0
Telefax: 089 139880 – 55
E-Mail: info@remove-this.byak.de
zurück
Kinderhaus
Petershausen
Kita Petershausen;
Foto:
Sebastian Schels
Gruppenraum;
Foto:
Sebastian Schels
Solaranlage Dach;
Foto:
Tobias Friedl
Systemschnitt;
Foto:
Matthias Marschner
Lüftungsauslässe;
Foto:
Matthias Marschner
Lüftungsauslässe Gruppenraum;
Foto:
Matthias Marschner
Technikraum;
Foto:
Tobias Friedl
Lüftung Gruppenräume;
Foto:
Tobias Friedl
Eingangsbereich Kita;
Foto:
Sebastian Schels
Gruppenraum mit Empore;
Foto:
Sebastian Schels
Eingangsbereich mit Sitzstufen;
Foto:
Sebastian Schels
Grundriss EG;
Foto:
hirner & riehl architekten
BEISPIELHAFT
Kinderhaus
Wie eine Umarmung legt sich der Neubau mit versetztem Satteldach um den großzügigen Garten und bietet einen geschützten Raum für 130 Kinder. Der u-förmige Holzbau stellt städtebaulich eine Verbindung vom großflächigen Maßstab des Supermarktes nebenan zu dem neuen Wohngebiet her.
Der nordöstliche Flügel erhält zwei Geschosse, die sich der Topographie anpassen und im westlichen Flügel als eineinhalb Geschosse in den Hang auslaufen. Dies ermöglicht,
den gartenseitig umlaufenden Balkon im Obergeschoss an beiden Enden barrierefrei an das Gelände anzuschließen. An die Eingangshalle schließen sich ein Mehrzweckraum und ein Personalraum an. Zwei Flure erschließen je 2 Gruppencluster, Personalumkleiden sowie Büro-und Funktionsräume. Im Obergeschoss werden über die Eingangshalle der Mehrzweckraum 2 und der Personalraum erschlossen. Das raumhaltige Dach entfaltet vielfältige
zusätzliche Spielbereiche - fertig eingebaute Spielhöhlen und Emporen wechseln sich mit weitläufigen Flächen ab
Welchen besonderen Beitrag liefert das Projekt zur Energieeffizienz
Verwendung von nachhaltigen Rohstoffen durch Holzbauweise
Einsatz einer Wärmepumpe zur Verbesserung der CO²-Bilanz,
Energiebedarf unterhalb Passivhaus-Standard.
Energiekonzept Gebäude
Geplant ist die sechszügige Einrichtung in Holzbauweise mit Passivhaus-Standard. Den geringen benötigten Jahresheizwärmebedarf liefert eine Sole-Wasser-Wärmepumpe. Der hierfür benötigte Strom wird teilweise durch eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 95 kWp bereitgestellt. Die wärmebrückenreduzierte Bauweise optimiert den Energiebedarf zusätzlich und wirkt dem Verlust von Heizenergie über die Außenbauteile entgegen. Die durch Lamellenfenster ermöglichte passive Nachtluftspülung kühlt das Haus an heißen Tagen über Nacht, sodass die innenseitigen Oberflächen der Räume wieder abkühlen können. Die Entlüftung erfolgt über sinnvoll angeordnete Konvektionsschächte. Reicht die Nachtauskühlung aufgrund zunehmender Temperaturen im Sommer nicht aus, unterstützen die sogenannten Energiekörbe, die im Garten vergraben sind, auf passive Weise beim Kühlen des Hauses über die Fußbodenheizung (Bauteilaktivierung). Der Laubengang fungiert als klimatische Pufferzone und der außenseitig an ihm angebrachte Sonnenschutz reduziert den Wärmeeintrag in die Aufenthaltsräume zusätzlich, ohne die Räume zu stark abzudunkeln.
Energieberatung durch
Dipl.-Ing.(FH) Bernd Hummel, IBN Bauphysik, München
Standard und Verfahren
eingehaltener Standard
EnEV 2016
Berechnungsverfahren
DIN 18599
Angaben Wohngebäude
U-Werte Bauteile gegen Außenluft
Dach
0,15 W/(m²K)
Außenwand
0,16 W/(m²K)
Fenster Uw
0,95 W/(m²K)
Wärmebrückenzuschlag
0,05 W/(m²K)
Angaben Nichtwohngebäude
Kenndaten
mittl. U-Wert opak Soll-Wert nach EnEV/GEG
0,28 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Ist-Wert
0,14 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
50 %
mittl. U-Wert trans. Soll-Wert nach EnEV/GEG
1,5 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Ist-Wert
0,95 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
37 %
Qp Soll-Wert nach EnEV/GEG
99 kWh/(m²a)
Qp Ist-Wert
28 kWh/(m²a)
Qp Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
72 %
Unterschreitung EnEV/GEG Anforderung um
37 %
Wärmebrückenzuschlag
0,05 W/(m²K) (z.B. 0.15, 0.10, 0.05, 0.03, freier Wert)
Endenergiebedarf
ist (berechnet)
11 kWh/m²a
Allgemeine Angaben
Flächen
BGF (nach DIN 277)
1.741,06 m²
Beheizte Nettogrundrissfläche
(DIN 277)
(DIN 277)
1.510 m²
Beheiztes Volumen
(Systemgrenze EnEV)
(Systemgrenze EnEV)
6.479,5 m³
Hüllfläche (gesamt)
3.271,5 m²
Fensterfläche
339,8 m²
Bauweise
Holzbauweise
Verwendung nachwachsender Rohstoffe
Brettsperrholz und leimfreies Dübelholz, Bauschnittholz
Kompaktheit
Hüllfläche/ beheiztes Volumen
0,5 1/m
Hüllfläche / Nettogrundrissfläche
2,17
Energiekonzept Anlagentechnik
Heizwärmebedarf gesamt
91.139,3 kWh/a
Spez. Heizwärmebedarf
60,36 kWh/(m²a)
Energiekonzept Technik
Energieerzeugung durch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, Nutzung von Wärmerückgewinnung
Heizsystem
Grundwasser-Wasser-Wärmepumpe
Kühlsystem
Passive Kühlung durch Grundwasser-Wasser-Wärmepumpe
Lüftungssystem
Lüftungsanlagen mit Zuluft für 16 Klassenräume
Beleuchtungssystem
In Gruppenräumen LED-Beleuchtung, und in Nebenräumen Leuchtstoffröhren
Einsatz regenerativer Energie
Sole-Wasser-Wärmepumpe
Solar
PV
99,9 kWp
Batteriespeicher
20 kWh
Ökologie
CO2 - Ausstoß
gesamt
13 t/a
spezifisch
8,6 kg/(m²a)
Einsatz regenerativer Energie
Sole-Wasser-Wärmepumpe
Standort
Storchenweg 1
Petershausen
-
OrtPetershausen
-
RegierungsbezirkOberbayern
-
TypologieSchulen und Kinderbetreuung
-
FertigstellungOktober 2023
-
Auszeichnungsjahr2024
-
BauherrinGemeinde Petershausen , Petershausen
-
Architekturhirner & riehl architekten stadtplaner, MünchenMelanie Wenderlein, Matthias Marschner, Robert Härtl
-
Mitarbeit
- Susanne Reith
- Tobias Friedel
- Merle Bunse
-
Landschaftsarchitektur
-
MaßnahmeNeubau
-
Besondere Qualitäten
- gesundes Bauen
- Holzbau
- kreislauffähig