BEISPIELHAFT
Kinderhaus
Der u-förmige Holzbau stellt städtebaulich eine Verbindung vom großflächigen Maßstab des Vollsortimentenmarkts nebenan zu dem neuen Wohngebiet her.
Der nordöstliche Flügel erhält zwei Geschosse, die sich der Topographie anpassen und im westlichen Flügel als eineinhalb Geschosse in den Hang auslaufen. Dies ermöglicht, den gartenseitig umlaufenden Balkon im Obergeschoss an beiden Enden barrierefrei an das Gelände anzuschließen.
Die sechszügige Einrichtung entstand in Holzbauweise mit Passivhaus-Standard.
Die wenige Energie, die dennoch benötigt wird, liefern 13 Erdwärmepumpen und
eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einer Leistung von 95 kWp. Die passive
Nachtluftspülung kühlt das Haus an heißen Tagen über Nacht, bis die Oberflächen der
Wände und Decken wieder angenehme Temperaturen erreicht haben. Wenn das nicht
ausreicht, unterstützen die sogenannten Energiekörbe, die im Garten vergraben sind,
auf passive Weise beim Kühlen des Hauses über die Fußbodenheizung.
Welchen besonderen Beitrag liefert das Projekt zur Nachhaltigkeit
Es wurden weitgehend ressourcenschonende Materialien eingebaut, vorwiegend Holz, zu einem großen Teil leimfrei. Einsatz von Lüftungstechnik minimiert, stattdessen eine passive Nachtlüftungsspülung.
Handlungsfelder
besondere soziokulturelle Aspekte auf städtebaulicher Ebene, die bei der Planung und Umsetzung berücksichtigt worden sind.
Gemeindeentwicklungskonzept, Siedlungsentwicklung des Neubaugebietes. Versorgung des alltäglichen Bedarfs wie Einkauf, Packstation in unmittelbaren Nachbarschaft des Kindergartens. Gute Erreicharkeit durch den nahe gelegenen Bahnhof.
besondere soziokulturelle Aspekte auf Gebäudeebene, die bei der Planung und Umsetzung berücksichtigt worden sind.
Der Zugang zu den Grünflächen ist barrierefrei möglich. Die großen Fensterflächen in den Gruppenräumen bieten eine natürliche Belichtung. Verwendung von emissionsarmen Bauprodukten. Sehr gute akustische Behaglichkeit durch Gestaltung.
angewandte Maßnahmen auf Bauteil- und Gebäudeebene
Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit: Fichtenholz, Glasschaumschotter. Ressourceneffizienz, Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit der verwendeten Bauteile, Verbrauchsoptimierung hilfreich für den Ressourcenschutz.
besondere Aspekte auf Material-/Baustoff- und Bauteilebene.
Hölzer aus heimischer Forstwirtschaft, um Tropenhölzer zu vermeiden, Kunststoffvermeidung bei Materialauswahl, Großteil der Baustoffe sind nachwachsenden Baustoffe, Holzbau Fichte, Rückbau einfach realisierbar, auch bei Glasschaumschotter. Bewusster Einsatz von leimfreiem Dübelholz und Bauschnittholz, um einen einfachen Rückbau zu gewährleisten.
besondere Maßnahmen
Eingrünung des Grundstücks mit einer freiwachsenden Heckenpflanzung aus heimischen Gehölzen, ergänzt mit Duftsträuchern sowie essbaren Beerensträuchern.
Ansaat einer ein- bis zweischürigen autochthonen Wiese als Schmetterlingssaum in den offenen Muldenbereichen sowie den extensiv genutzten Grünflächen.
Standort
Storchenweg 1
Petershausen