BEISPIELHAFT
LAB 48 LabCampus
Als erstes fertiggestelltes Gebäude auf dem LabCampus am Flughafen München präsentiert sich das LAB 48 als differenzierte Bauskulptur. Der fünfgeschossige Neubau setzt sich aus bausteinartig aneinander und übereinander gelegten kubischen Baukörpern zusammen, die sich um drei Innenhöfe gruppieren. Das Ineinandergreifen der Baukörper bringt zugleich den Netzwerkgedanken des Gebäudes und der zukünftigen Nutzenden zum Ausdruck.
Diese Dynamik ist nicht nur den vor- und rückspringenden Kuben zu verdanken, sondern entsteht auch aus den unterschiedlichen Geschosshöhen, Fassadenfarben und der subtilen Sockelausbildung. Der zweigeschossige Sockel deutet von außen an, was sich nach Betreten des Neubaus bestätigt: Die unteren beiden Ebenen beherbergen eher öffentliche bzw. gemeinsam von allen Gebäudenutzenden bespielte Flächen (z.B die Lobby, Showrooms, Meetingräume, Prototyping-Werkstätten und ein Restaurant), während sich darüber vor allem Büroflächen befinden.
Welchen besonderen Beitrag liefert das Projekt zur Energieeffizienz
Das Gebäude zeichnet sich durch eine selbstverständliche Integration und Umsetzung zeitgemäßer Techniken aus, um ein hohes Maß an Energieeffizienz zu gewährleisten.
Trotz der differenzierten Volumengestaltung mit seinen bausteinartig aneinander und übereinander gelegten kubischen Baukörpern zeichnet sich das Gebäude durch eine hohe Kompaktheit aus. Selbstverständlich werden zeitgemäße Techniken zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäude integriert.
Die Flächen der Dächer und Fassaden des Baukörpers sind energetisch optimiert. Der Glasanteil in den Bürogeschossen liegt bei 50%, sodass eine gute Balance zwischen unerwünschten Wärmeeinträgen im Sommer und gewünschter Belichtung erzielt wird.
Durch das Fassadenkonzept in Verbindung mit einer passiven Kühlung (Kühlung nur über Grundwasser) können die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz eingehalten werden.
Solarer Wärmeeintrag und außenliegende Verschattung werden genutzt, um ein ausgewogenes Raumklima zu schaffen. Die Nutzung regenerativer Energien erfolgt durch Photovoltaik und Grundwasser.
Auf dem Dach des Gebäudes ist eine Photovoltaikanlage installiert.
Die Kälteerzeugung erfolgt durch die geothermische Kühlung mit Grundwasser.
eingehaltener Standard
EnEV 2016
Berechnungsverfahren
DIN 18599
Angaben Wohngebäude
Angaben Nichtwohngebäude
mittl. U-Wert opak Soll-Wert nach EnEV/GEG
0,28 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Ist-Wert
0,2 W/(m²K)
mittl. U-Wert opak Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
29 %
mittl. U-Wert trans. Soll-Wert nach EnEV/GEG
1,5 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Ist-Wert
1,05 W/(m²K)
mittl. U-Wert trans. Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
30 %
Qₚ Soll-Wert nach EnEV/GEG
113,1 kWh/(m²a)
Qₚ Ist-Wert
74,5 kWh/(m²a)
Qp Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
34 %
Unterschreitung EnEV/GEG Anforderung um
29 %
Wärmebrückenzuschlag
0,05 W/(m²K)
Allgemeine Angaben
BGF (nach DIN 277)
29,4 m²
Beheizte Nettogrundrissfläche
(DIN 277)
26,014 m²
Hüllfläche (gesamt)
30,845 m²
Hüllfläche/ beheiztes Volumen
0,26 1/m
Hüllfläche / Nettogrundrissfläche
1,18
Spez. Heizwärmebedarf
23,6 kWh/(m²a)
Standort
LabCampus 48
München-Flughafen