Bayerische Architektenkammer
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Mehrgenerationenhaus
Kranzberg
Blick in den Innenhof, für Jung und Alt;
Foto:
Sebastian Schels
Detail Erschliessung und Laubengang;
Foto:
Sebastian Schels
Energie tanken unter Bäumen;
Foto:
Sebastian Schels
Energie tanken im Gemeinschaftshaus;
Foto:
Sebastian Schels
Laubengang: Filter, Kontakt, großzügig;
Foto:
Sebastian Schels
einfaches, ländliches Bauen am Ortsrand;
Foto:
Sebastian Schels
Innenräume mit starkem Bezug ins Grüne;
Foto:
Sebastian Schels
Schwarzplan, Grundriss EG, Schnitt;
Foto:
Büro Dantele Buero Kofink Schels
BEISPIELHAFT
Mehrgenerationenhaus
Ein zeitgemäßer Vierseithof am
Ortseingang, der sich in die
kleinteilige Umgebung einfügt und
den Baumbestand respektiert, wird zum verdichteten Wohnungsbau der Gemeinde Kranzberg, gefördert
durch KommWFP Bayern.
Zwei Wohngebäude aus Holz,
Gemeinschaftshaus und
Nebengebäude umschließen das autofreie Zentrum. Erscheinungsbild und Materialität knüpfen an lokale Bautradition an und verorten die Gebäude in der Landschaft.
Einheitliche Oberflächen verbinden die unterschiedlichen, schlichten Baukörper. Die Traufen der Wohngebäude sind tief heruntergezogen und mildern die Höhe der dreigeschossigen Häuser. Alle Aufenthaltsräume der Wohnungen orientieren sich nach Südwesten zum prägenden Baumbestand hin. Die breiten
Laubengänge bieten, als Filterschicht zwischen halböffentlich und privat, einen Kommunikationsraum für die Bewohnenden, mit zusätzlichem Sitzplatz in der Morgensonne. Hölzerne Oberflächen prägen die Wohnhäuser außen wie innen.
Welchen besonderen Beitrag liefert das Projekt zur Energieeffizienz
Wenn schon Neubau, dann so:
Gebäudestruktur ermöglicht dauerhafte Nutzung,
Baustoffe weitgehend nachwachsend und nachhaltig, einfache, bedienbare Gebäudetechnik
Nutzung regenerativer Energiequellen
Energiekonzept Gebäude
Klare Struktur, kompakte Volumen, hochgedämmte Hüllflächen. Beschränkung des beheizten Volumens auf die reinen Wohnräume. Sämtliche Erschließungsflächen sind witterungsgeschützt, aber unbeheizt.
Hoher Anteil von nachwachsenden Rohstoffen für Konstruktion und Ausbau.
Die beiden Wohnhäuser sind ab der Bodenplatte zeitgemäß und CO²-speichernd als reiner Holzbau errichtet. Tragende Bauteile liegen konsequent übereinander und ermöglichen eine optimale Lastabtragung mit wirtschaftlichen Holzquerschnitten.
Die Massivholzdecken kragen beidseitig aus, bilden auf der Ostseite den Laubengang und auf der Westseite die großzügigen privaten Freibereiche. Zur Schwingungsbegrenzung wird der Laubengang zusätzlich von Stützen (F0) gehalten, die zudem die weit auskragende Traufe stützen. Mit zwei Treppenanlagen je Haus, und dadurch ggf. wählbarer Fluchtrichtung, sind durchgehend brennbare hölzerne Oberflächen, auch in den Erschließungsbereichen, möglich.
Sichtbares Holz prägt die Atmosphäre innen wie außen.
Dauerhafte Nutzung durch flexible Grundrisse, robuste Konstruktion und konstruktiven Holzschutz.
Energieberatung durch
ArGe Büro Dantele/Buero Kofink Schels; Reiser Tragwerksplanung, München; IB VE plan, Pfaffenhofen
Standard und Verfahren
eingehaltener Standard
EnEV 2016
Berechnungsverfahren
DIN 18599
Angaben Wohngebäude
Kenndaten
H´T Soll-Wert nach EnEV/GEG
0,497 W/(m²K)
H´T Ist-Wert
0,317 W/(m²K)
H´T Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
36 %
Qₚ Soll-Wert nach EnEV/GEG
64,3 kWh/(m²a)
Qₚ Ist-Wert
17,7 kWh/(m²a)
Qₚ Unterschreitung
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
72 %
Unterschreitung EnEV/GEG Anforderung um
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
(Unterschreitung Ist-Wert zum Soll-Wert in %)
36 %
U-Werte Bauteile gegen Außenluft
Dach
0,134 W/(m²K)
Außenwand
0,138 W/(m²K)
Fenster Uw
0,95 W/(m²K)
Wärmebrückenzuschlag
0,02 W/(m²K)
Endenergiebedarf
ist (berechnet)
92,06 kWh/m²a
Angaben Nichtwohngebäude
Allgemeine Angaben
Flächen
BGF (nach DIN 277)
1.773 m²
Beheizte Nettogrundrissfläche
(DIN 277)
(DIN 277)
1.486 m²
Beheiztes Volumen
(Systemgrenze EnEV)
(Systemgrenze EnEV)
5.919 m³
Hüllfläche (gesamt)
2.958 m²
Fensterfläche
476 m²
Bauweise
Holzkonstruktion Rahmenbau, Kerndämmung
Verwendung nachwachsender Rohstoffe
Konstruktion Holz (Fichte, Lärche, Baubuche), Sichtsschalung Holz (Lärche, Fichte), Fenster Lärche
Kompaktheit
Hüllfläche/ beheiztes Volumen
0,5 1/m
Hüllfläche / Nettogrundrissfläche
1,99
Energiekonzept Anlagentechnik
Heizwärmebedarf gesamt
91,002 kWh/a
Spez. Heizwärmebedarf
61,24 kWh/(m²a)
Energiekonzept Technik
Der Energiebedarf der Anlage wird zu 100% regenerativ gedeckt: zentrale Holzheizung, Wärmetauscher in jeder Wohnung sowie flächige Photovoltaikelemente auf den Dächern der Wohngebäude. Kontrollierte Lüftung mit dezentraler Abluftsystematik, Low-Tech mit hohem Komfort
Heizsystem
Pelletkessel/Nahwärmeversorgung
Kühlsystem
nein
Lüftungssystem
Nachströmöffnung Fensterbereich, Absaugung Sanitärräume
Beleuchtungssystem
LED + Sensor bei allen Allgemeinleuchten
Einsatz regenerativer Energie
Heizung Pellet, Mieterstrommodell PV-Anlage
Solar
PV
670 kWp
Ökologie
CO2 - Ausstoß
spezifisch
6 kg/(m²a)
Einsatz regenerativer Energie
Heizung Pellet, Mieterstrommodell PV-Anlage
solare Energienutzung
PV-Anlage
Standort
Untere Dorfstraße 40+42
Kranzberg
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OrtKranzberg
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RegierungsbezirkOberbayern
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TypologieWohnungsbau
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FertigstellungApril 2022
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Auszeichnungsjahr2023
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BauherrGemeinde Kranzberg, vertr. durch 1. Bgm. Hermann Hammerl
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ARGEBüro Dantele / Buero Kofink Schels
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ArchitekturBüro Dantele Dipl. Ing. Architekten Stadtplaner PartGmbB, FreisingJohannes Dantele, Kerstin Dantele
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ArchitekturBuero Kofink Schels Architekten PartGmbB, MünchenSimon Jüttner, Sebastian Kofink
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MaßnahmeNeubau
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Besondere Qualitäten
- gesundes Bauen
- Holzbau
- kreislauffähig
- Modulbau