Zielgruppe
Diese Fortbildung richtet sich an ausgebildete Mediator:innen, die ihre mediative Kompetenz auffrischen, vertiefen und gezielt in ihrem beruflichen Alltag in Projekten, Teams und Organisationen wirksam einsetzen möchten. Es ist nicht relevant, wie lange die Ausbildung zurückliegt oder ob bereits Berufserfahrung als Mediator:in gesammelt wurde.
Zielsetzung
Ziel ist der Transfer mediativer Gesprächsführung, Haltung und Konfliktkompetenz in konkrete berufliche Situationen sowie die reflektierte Weiterentwicklung der eigenen Praxis.
Diese Veranstaltung entspricht außerdem den Anforderungen der ZMediatAusbV, § 3 zur Erfüllung der Fortbildungspflicht für zertifizierte Mediator:innen im Umfang von 16 Zeitstunden.
Inhalt
Ob bei der Lösung eigener Konflikte oder bei der Arbeit als Mediator:in, ob in Verhandlungen oder in zahlreichen alltäglich Arbeits- und Kommunikationssituationen: Eine mediative und kommunikative Kompetenz erweist sich regelmäßig als außerordentlich hilfreich und gewinnbringend. Und diese gilt es aufrecht zu erhalten und regelmäßig zu trainieren.
Der Workshop verbindet Reflexion, kollegialen Austausch und die gezielte Vertiefung und Übung mediativer Methodik.
Die Teilnehmenden arbeiten strukturiert an eigenen beruflichen Situationen, reflektieren Konfliktdynamiken und wenden mediative Werkzeuge direkt an. Bedarfsgerecht werden zentrale Themen wie Verhandeln, mediative Gesprächsführung, Fairness- und Gerechtigkeitsvorstellungen, Machtasymmetrien, Feedbackkultur und Eskalationsprävention vertieft. Alle Inhalte werden interaktiv mit Inputs, Übungen, Fallbeispielen und intensiver Selbstreflexion bearbeitet.
Ein besonderer Fokus liegt dabei stets auf der Verbindung von Methodenkompetenz und eigener Haltung.
Themen
Tag 1: Wo stehe ich aktuell mit meiner mediativen Kompetenz? | Was gelingt mir gut? | Welche Konflikt- und Kommunikationssituationen fordern mich im Berufsalltag besonders? | Wo erlebe ich wiederkehrende Muster oder "harte Nüsse"?
Tag 2 und 3: Die Themen werden bedarfsgerecht und mit gemeinsamer Priorisierung ausgewählt, u.a.: Interessenbasiertes und integratives Verhandeln | Mediative Gesprächsführung in unterschiedlichen beruflichen Kontexten | Gerechtigkeits- und Fairnessvorstellungen in Konflikten | Umgang mit Entschuldigungsforderungen | Umgang mit Machtasymmetrien | Konstruktives Feedback und gezielter Aufbau einer Feedback- und Fehlerkultur | Eskalationsprävention | Reflexion eigener Konfliktmuster und -dynamiken