Zielgruppe
Die Veranstaltung richtet sich an Architekt:innen, Innenarchitekt:innen, Juniormitglieder und Absolventen.
Inhalt
Die Archäologische Staatssammlung in München zeigt, wie barrierefreie Kulturvermittlung aussehen kann. Die Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer organisiert gemeinsam mit der Archäologischen Staatssammlung eine Exkursion in das generalsanierte Museum.
Uwe Gutjahr, freier Berater der Beratungsstelle, führt interessierte Kolleginnen und Kollegen durch das Haus und erläutert die umgesetzten Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Die Archäologische Staatssammlung zeigt dabei, wie barrierefreie Kulturvermittlung in der Praxis gelingt. Ergänzend werden auch Kolleginnen und Kollegen des Staatlichen Bauamtes vor Ort sein.
Die Archäologische Staatssammlung wurde zwischen 2016 und 2024 umfassend generalsaniert und erweitert. Erklärtes Ziel: das Gebäude aus den 1970er-Jahren in die Gegenwart zu überführen und dabei seine charakteristischen Merkmale zu bewahren. Bei allen Maßnahmen wurde ein besonderes Augenmerk auf die Barrierefreiheit gelegt.
Neben den grundlegenden baulichen Anpassungen wie einem Aufzug, schwellenlosen Zugängen und taktilen Leitsystemen wurden auch zahlreiche überobligatorische Maßnahmen realisiert, die das Museumserlebnis für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen deutlich verbessern. Durch die bewusste Kombination verschiedener Leitsysteme - taktil, visuell und auditiv - wird ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Orientierungssicherheit für alle Besuchergruppen ermöglicht. Die Archäologische Staatssammlung demonstriert damit beispielhaft, wie kulturelle Teilhabe aktiv gefördert und Barrierefreiheit als integraler Bestandteil eines modernen Museumsverständnisses gedacht werden kann. Anfang 2025 wurde der Archäologische Staatssammlung das Signet "Bayern barrierefrei" verliehen. Damit wird das Museum Vorbild für andere Kulturinstitutionen in Bayern.
Themen
Barrierefreiheit und Baukultur im Museumsbau | 2 Sinne Prinzip Taktil Visuell Auditiv