Building Information Modeling

Foto: Daniela Deeg

BIM aktiv gestalten

Weltweit steigt die Präsenz der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) rasant. Auch in Deutschland wächst das Interesse an BIM-Methoden zusehends. Barbara Ettinger-Brinkmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer (BAK), ist sich sicher, dass digitales Planen und Bauen in Deutschland Zukunftsthema ersten Ranges sein wird (DAB 2/16). Die Reformkommission der Bundesregierung für den Bau von Großprojekten hat bereits Mitte 2015 die Entwicklung eines Stufenplans empfohlen, der etappenweise die Voraussetzungen schafft, BIM in zunehmendem Maß bei der Planung und Realisierung zur Anwendung zu bringen. Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen, die die deutsche Wirtschaftslandschaft prägen, soll schrittweise der Einstieg ermöglicht werden.
Ende 2015 stellte die Bundesregierung den sog. BIM-Stufenplan für Infrastrukturprojekte vor, der die Anwendung der BIM-Methode verbindlich einfordert. Anfang 2017 zog das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit einem BIM-Erlass (DAB regional 05/17) nach. Die BAK und die Landesarchitektenkammer bringen sich in den Entwicklungsprozess, BIM als gemeinsame Planungsmethode zu etablieren, konstruktiv ein. Für BAK-Präsidentin Ettinger-Brinkmann bleibt jedoch die kreative Idee Voraussetzung für jeden Entwurf, die nicht digital zu haben sei.

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BAK-Präsidentin Barbara Ettinger-Brinkmann und auch Christine Degenhart, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, betonen die Unerlässlichkeit der Federführung der Architekten im Prozess des Planens und Bauens. Hier wird sich auch durch die Einführung der BIM-Methode nichts ändern. Eine zentrale Aufgabe im Leistungsbild der Architekten ist die konstante Zusammenführung und Koordination der Planung aller Beteiligten. Hierfür kann BIM ein nützliches Werkzeug sein, das bei vielen Architekten mittlerweile bereits im Büroalltag angekommen ist. BIM jedoch auf die reine CAD-Technik zu reduzieren wird dem Potenzial der digitalen Planungsmethode nicht gerecht. Anwender, Architekten, die bereits seit längerer Zeit mit der BIM-Methode arbeiten, ziehen – bezogen auf die Vorteile der langfristigen Datennutzung im Lebenszyklus von Gebäuden – ein überwiegend positives Fazit.

Um den Prozess auch künftig mitzugestalten, müssen Architekten und Ingenieure gezielt noch aktiver in die Thematik BIM einsteigen. So können neue Aufgabenfelder erschlossen und zugleich die koordinierende Aufgabe gewahrt und weiterentwickelt werden. Alle Tätigkeitsarten, freischaffende, angestellte und beamtete Architekten sowie alle Fachrichtungen sind gefragt, sich konstruktiv an diesem Prozess zu beteiligen. Nicht nur für große Planungsbüros muss BIM ein Thema sein, sondern besonders für die kleineren und mittleren Büros bietet BIM eine Chance. Sie können schnell auf Veränderungen reagieren und sich leichter anpassen als große Strukturen.

Weitere Informationen aus dem DAB-Regional

Name Typ/Größe Download
DAB_03_2017_Bayern_Zertifikatskurs_BIM_Professional.pdf PDF 87 kB
DAB_05_2017_Bayern_BIM_bei_Bundesbauten.pdf PDF 243 kB
DAB_06_2017_Bayern_Segelsetzung_fuer_BIM.pdf PDF 282 kB
DAB_12_2016_Bayern_BIM_und_Recht.pdf PDF 63 kB

Ihre Ansprechpartner

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