Vorwort
Die Ener­gie­wende und ihre Aus­wir­kun­gen auf die glo­bale Gesell­schaft gehö­ren zu den ent­schei­den­den Zukunfts­the­men, für die wir heute schritt­weise Lösun­gen finden müssen.
Die Energiewende
Mitten im Winter, also zum Zeit­punkt des größ­ten Ener­gie­be­darfs der Indus­trie­na­tio­nen auf der nörd­li­chen Erd­halb­ku­gel, sank 2015 welt­weit der Ölpreis. Ein irri­tie­ren­des Ereig­nis für die Welt­wirt­schaft, denn die glo­bale Nach­frage nach Ener­gie zieht zu Spit­zen­last­zei­ten nor­ma­ler­weise ent­spre­chend hohe Preise nach sich.
Position 1 – Energieerzeugung
Wind, Bio­masse, Was­ser­kraft und Sonne – das sind rege­ne­ra­tive Ener­gie­trä­ger, die global gese­hen zwar unbe­grenzt sind, aber nicht ohne Wei­te­res und zu jeder Zeit zur Ver­fü­gung stehen. Da ins­be­son­dere die Spei­cher­mög­lich­kei­ten für rege­ne­ra­tiv erzeugte Ener­gie bis­lang noch begrenzt sind, arbei­ten Wis­sen­schaft und For­schung mit Nach­druck an effi­zi­en­ten und wirt­schaft­li­chen Lösun­gen.
Position 3 – Sozioökonomie und Kultur
Im Grunde genom­men sind sich alle Betei­lig­ten einig: Das Pro­jekt »Ener­gie­wende« muss mög­lichst schnell zum Erfolg geführt werden. Doch wir leben nicht in einer selbst­ver­ständ­li­chen Kon­sens­ge­sell­schaft, son­dern sind daran gewöhnt, tag­täg­lich Ein­zel­in­ter­es­sen in inten­si­ven Aus­ein­an­der­set­zun­gen gel­tend zu machen.
Position 4 – Architektur, Stadt, Landschaft
Nicht nur die Gesell­schaft, auch unsere Land­schaf­ten, Städte und Gebäude werden sich ver­än­dern (müssen), um die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels und die Folgen der End­lich­keit der fos­si­len Ener­gie­trä­ger in einem ver­träg­li­chen Rahmen zu halten.
Position 5 – Politik und Gesetzgebung
Ein auf demo­kra­ti­schen Werten auf­bau­en­des poli­ti­sches System ist Spie­gel der Gesell­schaft bzw. der gesell­schaft­li­chen Inter­es­sen­schwer­punkte. In Deutsch­land zeich­nen in einer sozial und wirt­schaft­lich moti­vier­ten Soli­dar­ge­mein­schaft Bund, Länder, Kom­mu­nen, pri­vate Unter­neh­men und Bau­her­ren, aber auch jeder ein­zelne Bürger in ihrem jewei­li­gen Hand­lungs­rah­men ver­ant­wort­lich.

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