Energetische Sanierung

Finanzielle Hilfe für Energetische Sanierungsmaßnahmen

Energetische Sanierungen werden durch zahlreiche Förderprogramme des Bundes und des Freistaats Bayern unterstützt. In vielen Fällen wird die Beurteilung der baulichen Substanz unddie Entwicklung bzw. Beschreibung der erforderlichen Maßnahmen im Vorfeld der Sanierung ausdrücklich vorausgesetzt. Um das passende Förderprogramm zu finden, sind daher Analyse und Bewertung der energetischen Schwachstellen des Gebäudes und eine umfassende Beratung hinsichtlich der möglichen Fördergelder durch den kompetenten Vor-Ort-Energieberater sinnvoll.
Nachfolgend werden die wichtigsten Beratungs- und Finanzierungshilfen aufgeführt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet für verschiedene Maßnahmen interessante und umfangreiche Förderprogramme. Umfassend informiert die Förderdatenbank des Bundesamtes für Wirtschaft und Technologie (BMWI), sowie die Förderdatenbank des BINE Informationdienstes.

Förderprogramme in Deutschland

KfW Förderbank

Wer sein Gebäude sanieren will kann günstige Darlehen und Tilgungszuschüsse als KfW-Förderung beantragen. Zuschüsse gewährt die KfW-Förderbank auch für die Baubegleitung der Sanierung im Bestand.

Weitere Hinweise für Privatpersonen: Info zu KfW-Förderprogrammen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

10.000 Häuser-Programm – Energie Bonus Bayern

Bayern möchte mit dem »10.000 Häuser-Programm« private Bauherren und Eigentümer von Wohngebäuden motivieren, die Energieeinspar-Möglichkeiten ihrer Immobilien zu nutzen. Es werden zwei finanzielle Förderbereiche angeboten: Für grundlegende Sanierungen, energieeffiziente Neubauten und den Einsatz innovativer, effizienter Heiz-/Speichersysteme steht das Programm »EnergieSystemHaus«. Für den vorzeitigen Austausch von veralteten, ineffizienten Heizkesseln durch moderne Heizanlagen kann das Programm »Heizungsaustausch« angewendet werden. Beide Programme bieten ein Bonussystem für die geleisteten Maßnahmen an, welches Zuschüsse in Höhe von 1.000 bis zu 18.000 Euro ermöglicht und mit den Programmen des Bundes (KfW, BAFA) grundsätzlich kombiniert werden kann.

Seit dem Förderstart am 15. September 2015 steht der digitale Förderantrag online zur Verfügung: www.energiebonus.bayern

Architekten und Planer, Eigentümer, private Bauherren sowie Interessierte können sich außerdem über die Förderrichtlinie und weitere Details rund um das »10.000 Häuser-Programm« informieren.

Förderprogramme der Landeshauptstadt München

Gewerbebauten energieeffizient planen

Das Referat für Arbeit und Wirtschaft hat im Rahmen des Integrierten Handlungsprogramms Klimaschutz in München (IHKM) ein Förderprogramm speziell für Neubauten von Münchner Unternehmern entwickelt. Das Programm fördert jedoch nicht nur die energieeffiziente Planung von Gewerbeneubauten mit dem Ziel durch vorausschauende Gebäudeplanung Energie und Kosten einzusparen, sondern unterstützt Münchner Betriebe auch bei der Planung einer energetischen Sanierung! Das Programm richtet sich an Bauherren, die auf ehemaligen städtischen Gewerbeflächen neu bauen oder auf privaten Flächen einen Gewerbeneubau errichten.

Für die Nutzung von externen Energieeffizienzberatern bei der Planung wird ein Zuschuss von bis zu 4.480 €, bei einer Eigenbeteiligung der Bauherren von max. 1.920 € vergeben. Der Zuschuss ist kombinierbar mit KfW-Darlehen.

Landeshauptstadt München: Gewerbebauten energieeffizient planen

Münchner Qualitätsstandards

Der »Münchner Qualitätsstandard« enthält Tipps zum Sanieren und Bauen in Wohngebäuden. Er fördert eine gute Kommunikation und hohe Transparenz zwischen allen Beteiligten im Baugeschehen und einen störungsfreien Bauablauf. Insbesondere bei Wohnungseigentümer-Gemeinschaften (WEGs), aber auch zwischen den Mietparteien ist dies im Sanierungsfall von hoher Bedeutung. Er bietet auch eine Gesprächs- und Verhandlungsbasis für eine leistungsgerechte Vergütung der ausführenden und planenden Firmen und Fachleute.

Förderprogramm: Münchner Qualitätsstandards

Münchner Förderprogramm Energieeinsparung (FES)

m Klimaschutz verfolgt die Landeshauptstadt München ehrgeizige Ziele: Der CO2-Ausstoß soll alle fünf Jahre um zehn Prozent reduziert werden. Dabei soll der wichtige Meilenstein einer Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen (Basisjahr 1990) bis 2030 erreicht sein. Um dies zu erreichen, stockt die Landeshauptstadt München das Förderprogramm Energieeinsparung (FES) von bisher 4 Mio. Euro auf 10 Mio. Euro (jährlich) auf.
Mit dem Förderprogramm unterstützt die Landeshauptstadt München seit zwanzig Jahren die Bemühungen der Bürger bei Energiesparmaßnahmen und beim Umstieg auf erneuerbare Energieträger.

Seit 1. Februar 2009 gelten die Förderrichtlinien des Münchner Förderprogramms Energieeinsparung nun in ihrer neuen Fassung, die neue und verbesserte Konditionen bieten. 
Die Richtlinien erläutern die Vorgehensweise von der Antragstellung bis zur Auszahlung der Förderungsmittel, weisen auf die Instrumente zur energetischen Beurteilung und Maßnahmenauswahl hin und enthalten die Kriterien, denen die Förderung der Maßnahmen unterliegt. Voraussetzung für die Förderfähigkeit der Maßnahmen im Förderprogramm Energieeinsparung ist die Einhaltung der Münchner Qualitätsstandards. Diese wurden in gemeinsamer Abstimmung zwischen der Landeshauptstadt und der Bayerischen Architektenkammer und den beteiligten Verbänden entwickelt und gelten seit dem 01.02.2009 in der jeweils aktuellen Fassung.

Münchner Förderprogramm Energieeinsparung: Richtlinie, Standards, Antragsformulare